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DAT News/news-feed/2019-03-24T14:18:43+00:00https://www.dat.denews-689.atomDiesel-Barometer März 2019-2019-03-22T08:00:00+00:002019-03-22T10:29:02+00:00DAT Diesel-Barometer zeigt Situation im Pkw-Markt und -Bestand


? Pkw-Markt liegt über Vorjahr, neue Diesel legen zu
? Pkw-Bestand im 25-Jahres-Vergleich zeigt starken Zuwachs des Diesels
? Zum 1.1.2019 haben Diesel-Pkw im Bestand erstmals leicht abgenommen 
? Pkw-Bestand wird mit steigendem Anteil moderner Fahrzeuge immer sauberer
? Große Unterschiede zwischen Bestand privater und gewerblicher Nutzer
? Weiterhin hohe Standtage, Wertverlauf auf stabilem Niveau

 

Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) hat für ihre monatliche Publikation ?DAT Diesel-Barometer®? die aktuellen Bestands- und Zulassungszahlen ausgewertet. Demnach hat sich der Automarkt in den ersten beiden Monaten des Jahres saisonüblich entwickelt. Ungeachtet der Diesel-Diskussion sind die Diesel-Neuzulassungen zu Lasten der Benziner leicht gestiegen. Zugleich haben die Diesel-Besitzumschreibungen etwas nachgegeben. Im Bestand ging der Anteil der Diesel-Pkw zum Stichtag 1.1.2019 im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent zurück. Doch im Langzeitvergleich zeigt sich, dass der Dieselanteil im Bestand vor 25 Jahren bei 14 Prozent lag und sich bis heute mit einem Anteil von 32 Prozent mehr als verdoppelt hat. Auch der deutsche Automarkt ist zu gut einem Drittel vom Diesel-Pkw geprägt.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

  1. Pkw-Markt entwickelt sich saisontypisch: Im Februar hat sich der Automarkt in Deutschland in der üblichen Form mit einem Rückgang gegenüber dem Januar entwickelt. Der Gesamtmarkt liegt allerdings etwas über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorjahresmonat haben die Neuzulassungen der Diesel leicht zu- und die der Benziner leicht abgenommen. Bei den Besitzumschreibungen war es genau umgekehrt. Die gebrauchten Benziner haben im Vergleich mit dem Vorjahresmonat leicht zugelegt und die Diesel bei den Besitzumschreibungen abgenommen.
     
  2. Pkw-Bestand im 25-Jahres-Vergleich: Mitte 1995 waren in Deutschland 40.404.294 Pkw zugelassen. Davon waren 86 Prozent Benziner und nur 14 Prozent Diesel. Zum 1.1.2019 war der Bestand um 16,56 Prozent auf 47.095.784 Pkw angewachsen. Davon waren 66 Prozent Benziner, 32 Prozent Diesel, und 2 Prozent waren mit alternativen Antrieben ausgestattet.
     
  3. Zum 1.1.2019 hat der Diesel-Pkw-Bestand gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen: Ein Vergleich der Bestandszahlen der vergangenen fünf Jahre nach Antriebsarten zeigt eine spannende Entwicklung. So stieg die Anzahl der Diesel-Pkw bis 1.1.2018 mit 15,225 Mio. Stück auf ein Allzeithoch. Zum 1.1.2019 sank der Bestand der Pkw-Diesel um 71.932 Fahrzeuge auf 15,153 Mio. Stück.
     
  4. Pkw-Bestand wird immer sauberer: Während der vergangenen Jahre ist der Pkw-Bestand in Deutschland deutlich sauberer geworden, wie ein Vergleich der Bestandszahlen verdeutlicht. Waren zum Beispiel am 1.1.2015 noch fast 14 Mio. Euro-1- bis Euro-3-Pkw zugelassen, so hat sich diese Anzahl bis zum 1.1.2019 auf 8,6 Mio. deutlich reduziert. Zeitgleich hat sich die Anzahl der Euro-6-Fahrzeuge von gut einer Mio. Pkw am 1.1.2015 auf fast 12,4 Mio. Pkw am 1.1.2019 erhöht.
     
  5. Große Unterschiede zwischen privaten und gewerblichen Nutzern: Elf von 100 Pkw in Deutschland sind auf gewerbliche Halter zugelassen. Demnach sind 89 Prozent aller Pkw auf private Halter zugelassen. Die beiden Haltergruppen könnten unterschiedlicher kaum sein. So nutzen die gewerblichen Halter ihre Fahrzeuge im Durchschnitt nur drei Jahre, wählen zu 35 Prozent Benziner und zu 61 Prozent Diesel. Dazu kommen bei den gewerblichen Nutzern 4 Prozent Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Bei den privaten Haltern sieht es völlig anders aus. So nutzen private Halter ihr Fahrzeug im Durchschnitt 7 Jahre, fahren zu 69 Prozent Benziner und nur zu 29 Prozent Diesel. Nur 2 Prozent der Pkw privater Halter sind mit alternativen Antrieben ausgestattet.
     
  6. Standtage auf Vorjahresniveau: Die Standtage von Gebrauchtwagen liegen mit 101 Tagen bei Diesel- und 89 Tagen bei den Benzin-Pkw weiterhin sehr hoch. Gegenüber dem Vorjahresmonat haben sich die Standtage kaum verändert.
     
  7. Restwerte entwickeln sich auf niedrigem Niveau weiter: Für den Vergleich der Restwerte beobachtet die DAT dreijährige Fahrzeuge aller Segmente. Jeweils zum Jahreswechsel werden diese Fahrzeuge um neue dreijährige Fahrzeuge ausgewechselt. Die Werte entwickeln sich bundesweit derzeit normal, wobei sich Diesel-Pkw im Februar bei einem Wert von 52,9 Prozent bis zu fünf Prozentpunkte unter denen der Benzin-Pkw (57,4 Prozent) eingependelt haben. Außerdem kann es regional und je nach Fabrikat zu starken Preisschwankungen kommen.
https://www.dat.denews-677.atomSieben Fakten zu Frauen und (Auto)Werkstatt-2019-03-08T00:01:00+00:002019-03-08T08:38:43+00:00Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH hat die Ergebnisse des aktuellen DAT-Reports 2019 im Bereich Werkstatt tiefer analysiert. Hierbei wurde der Fokus auf die Autofahrerinnen gelegt und ermittelt, welche Themen ihnen beim Automobil und bei einem Werkstattbesuch wichtig sind.

1. Individuelle Mobilität ist Frauen wichtig, Sie haben Spaß am Autofahren
2. Frauen legen Wert auf technisch und optisch guten Zustand ihres Pkw
3. Störungen am Fahrzeug werden selten selbst behoben
4. Die Werkstatttreue von Frauen ist sehr hoch
5. Im Falle eines Unfalles ist die Werkstatt wichtigster Ansprechpartner
6. Erklärungen in der Werkstatt wie z. B. bei der Dialogannahme ist Frauen wichtig
7. Grund für die Wahl einer Werkstatt ist nach der geographischen Lage vor allem das freundliche Personal


Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH hat die Ergebnisse des aktuellen DAT-Reports 2019 im Bereich Werkstatt tiefer analysiert. Hierbei wurde der Fokus auf die Autofahrerinnen gelegt und ermittelt, welche Themen ihnen beim Automobil und bei einem Werkstattbesuch wichtig sind.


Hier die Ergebnisse im Überblick:

1. Frauen haben Spaß am Autofahren und wollen aufs Auto nicht verzichten: 81% der Pkw-Halterinnen bestätigten, dass Autofahren Spaß mache. 89% aller Frauen fühlen sich ohne ihr Auto in ihrer Mobilität eingeschränkt.

2. Das Auto muss in gutem Zustand sein ? technisch wie optisch: 86% der Frauen legen großen Wert darauf, dass ihr Auto im einwandfreien technischen Zustand ist. 49% pflegen ihr Auto innen und außen, damit sie sich beim Fahren wohl fühlen. 82% aller Frauen bestätigten, dass regelmäßige Wartung und Pflege den Wiederverkaufswert erhöht und dem Werterhalt dient.

3. Fehler finden und Störungen beheben ist für Frauen eher selten ein Thema: Ein Drittel der befragten Frauen (34%) bestätigte, die technischen Funktionen ihres Autos genau zu kennen, doch selten (nur von 16% der Frauen) wird bei Störungen der Fehler selbst gesucht und / oder zu beheben versucht.

4. Frauen sind ihrer Werkstatt treu: 80% der befragten Pkw-Halterinnen bestätigten, dass sie Wartungs- und Reparaturarbeiten immer in derselben Werkstatt durchführen lassen. 35% legen Wert darauf, immer vom gleichen Werkstatt-Service-Mitarbeiter betreut zu werden.

5. Die Werkstatt ist für Frauen bei Unfällen wichtigster Ansprechpartner: Sollte im Fall eines Unfalles die Pkw-Halterin die Geschädigte sein, so ist für 64% die eigene Werkstatt die erste Anlaufstelle. Einen neutralen Kfz-Sachverständigen kontaktieren 26% der befragten Frauen. Weitere 23% wenden sich an die gegnerische Versicherung, einen Anwalt kontaktieren nur 18%.
Pressemitteilung

6. Kommunikation in der Werkstatt ist wichtig: Bei einem anstehenden Werkstatttermin für eine große Inspektion wählen 53% der Frauen für die Erteilung des Werkstattauftrages die ausführliche Dialog-/Direktannahme, um gemeinsam mit einem Serviceberater die notwenigen Reparaturen am Auto zu besprechen. 44% entscheiden sich für nur ein kurzes Gespräch zur Schlüsselübergabe.

7. Freundlichkeit des Personals entscheidet über die Werkstattwahl: Nach der geographischen Lage, die für 51% der Frauen ausschlaggebend ist, steht der Faktor Mensch ganz klar im Mittelpunkt. Denn: Die Freundlichkeit des Personals und die gute Betreuung sind mit 44% und 43% die wichtigsten Gründe für die Wahl ihres Kfz-Betriebs.

Uta Heller, Projektmanagerin Marktforschung der DAT: ?Das Klischee des gespaltenen Verhältnisses zwischen Frau und Auto ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Das Auto bedeutet für die Frauen weit mehr als ein Fortbewegungsmittel. Sie haben Spaß am Autofahren und fühlen sich ohne ihr Auto in der Mobilität eingeschränkt. Ein Klischee jedoch bedienen die Frauen weiterhin: Sie möchten kommunizieren - auch bezüglich der Belange ihres Autos. So kann freundliche und wertschätzende Betreuung und Beratung auch zu einer hohen Markentreue bei Autohäusern und Werkstätten führen.?

Jens Nietzschmann, DAT-Geschäftsführer, ergänzt: ?Nach meiner Erfahrung im privaten Umfeld sind Frauen eher skeptisch, ob die von der Werkstatt erbrachte Leistung das investierte Geld wert ist. Dies deckt sich auch mit den Zahlen des DAT-Reports, wonach das ?Preis-Leistungsverhältnis? in einer Werkstatt als Auswahlkriterium von Frauen wichtiger erachtet wird als vom Durchschnitt. Daher spielt die offene, wertschätzende und nicht allzu technische Kommunikation eine besonders wichtige Rolle.?

https://www.dat.denews-682.atomGebrauchtwagenmarkt im Februar 2019-2019-03-07T23:59:00+00:002019-03-08T08:40:54+00:00Die Vorzeichen für den Automarkt im Februar waren mit 557.733 Besitzumschreibungen gut. Beim Diesel entspannt sich die Situation etwas.

Die Vorzeichen für den Automarkt im Februar waren gut. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) registrierte 557.733 Besitzumschreibungen, das sind zwar 7,2 Prozent weniger als im Januar 2019, aber im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar immerhin ein Zuwachs von 2,3 Prozent. Kumuliert wechselten in den ersten beiden Monaten 1.158.861 Gebrauchtwagen ihren Besitzer, was insgesamt ebenfalls ein Plus von 1,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum ausmacht. Das Jahr ist noch zu jung, um von einer Trendwende auf dem Diesel-Markt zu sprechen, zumal die exakte Aufschlüsselung des KBA nach Antriebsarten auf dem Gebrauchtwagenmarkt noch nicht vorliegt. Aber: Bei den Neuzulassungen zieht der Flottenmarkt wieder an und sorgt für mehr Diesel-Neuwagen auf den Straßen. Immerhin wuchs im Februar der Anteil der gewerblichen Zulassungen um +5,3 Prozent auf 64,7 Prozent aller neu zugelassenen Pkw.

Damit befindet sich der Markt insgesamt in einer leichten Belebungsphase. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei auch den günstigen und älteren Gebrauchtwagen, denn nach Analysen des aktuellen DAT-Reports wurden 49 Prozent aller Gebrauchtwagen im Jahr 2018 in einer Preisklasse bis unter 10.000 Euro erworben. Unter 5.000 Euro waren es sogar 17 Prozent aller Besitzumschreibungen. Das bedeutet, es gibt in Deutschland weiterhin auch einen Markt für günstige Fahrzeuge. Hier spielen auch die Euro-1-4-Diesel-Pkw eine wichtige Rolle. Immerhin über 933 Tausend solcher Pkw wurden 2017 gehandelt, 2018 waren es noch über 816 Tausend Einheiten.

Dieser Trend wird begünstigt durch die weiter angespannte Wohnsituation. Wer in einem Ballungszentrum Arbeit, aber keine Wohnung gefunden hat, ist auf einen Wohnort außerhalb und damit in der Regel auf ein Automobil angewiesen. Nach Informationen des Statistischen Bundesamtes leben bereits seit rund zehn Jahren 69 Prozent der Menschen in Deutschland in Städten unter 100.000 Einwohnern leben, 41 Prozent sogar in Städten unter 20.000 Einwohnern.

Was in diesen Tagen in Genf an neuen Elektromobilen gezeigt wird, ist für diejenigen, die pro Jahr rund 20.000 Kilometer zurücklegen (das ist laut DAT-Report die durchschnittliche Jahresfahrleistung eines Diesel-Pkw-Halters), noch keine Alternative. Selbst wer, wie ein durchschnittlicher Fahrer eines Benzin-Pkw, nur 12.170 Kilometer pro Jahr zurücklegt und in einer Mietwohnung ohne Lademöglichkeit für ein E-Auto wohnt, tut sich schwer mit dem Umstieg. Daher ist die Entscheidung für oder gegen einen Diesel ? und auch die Entscheidung, den eigenen ?alten? Diesel-Pkw zu behalten ? in sehr hohem Maße vom eigenen Fahrverhalten und vom Wohnort abhängig.

https://www.dat.denews-674.atomBei Rädern und Reifen zählt oft nur die Optik-2019-02-25T15:20:52+00:002019-03-08T08:40:06+00:00Zur Reifenwechselsaison präsentiert die DAT einige Fakten aus dem DAT-Report 2019 zum Verbraucherverhalten rund um Räder und Reifen.

 

 

 

 

 

  • Hoher Anteil aller Fahrzeuge im Bestand ist mit Leichtmetallrädern ausgestattet
  • Autofahrer wissen häufig nicht, wann ein Reifenwechsel erforderlich ist
  • Die Marke des Reifens spielt für den größten Teil der Autofahrer keine Rolle
  • Werkstätten sind erfolgreich mit Radwechseln und Radeinlagerungen
  • Beim Reifenkauf vertrauen die Kunden stark auf Reifenfachhandel und -fachbetriebe

Zu den Rädern und Reifen ihres Autos haben die Autofahrer häufig ein nachlässiges Verhältnis. Zwar sind sieben von zehn Autos im Bestand mit Leichtmetallrädern ausgerüstet, doch die Fahrer kennen sich mit Rädern und Reifen in vielen Fällen nicht aus. Alleine 55 Prozent der Autobesitzer wissen nicht, wann die Reifen erneuert werden müssen. Dabei ist ihnen weder bekannt, nach wie vielen Jahren Einsatz die Reifen erneuert werden müssen, noch bei welcher Mindestprofilstärke die Reifen gewechselt werden. Daher wundert es nicht, dass für 57 Prozent aller Automobilisten beim Kauf neuer Reifen deren Marke auch gar keine, wenig oder mittelmäßige Bedeutung hat. Eine genauere Analyse lässt allerdings Unterschiede bei einzelnen Nutzergruppen eines Autos erkennen. So hat die Reifenmarke für die Hälfte der männlichen Reifenkäufer eine starke bis sehr starke Bedeutung. Das gleiche Bild ergibt sich bei Vielfahrern, die jährlich mehr als 30.000 km zurücklegen. Auch für sie hat die Reifenmarke zu 50 Prozent eine starke bis sehr starke Bedeutung.

Während der vergangenen Jahre haben Autohäuser und Werkstätten ihren Marktanteil bei der Durchführung von Reifenmontagearbeiten auf 50 Prozent ausbauen können. 22 Prozent aller saisonalen Radwechsel wurden 2018 in einer Markenwerkstatt durchgeführt und 28 Prozent in einer markenunabhängigen Werkstatt. Weitere 12 Prozent der saisonalen Radwechsel führten die Reifenfachhändler und ?fachbetriebe aus. 37 Prozent der Fahrzeugbesitzer wechselten die Räder in Eigenregie. Besonders mit dem Angebot der Rädereinlagerung konnten die Betriebe punkten. Immerhin 58 Prozent derjenigen Autofahrer, die ihre Räder in einer Werkstatt wechseln ließen, entschieden sich für die Reifeneinlagerung vor Ort.

Bei den Kauforten für die Reifen kristallisierte sich in den vergangenen Jahren eine stabile Marktaufteilung heraus. Auch 2018 waren mit einem Marktanteil von 35 Prozent Reifenfachhandel und ?fachbetriebe führend. Markenwerkstätten, freie Werkstätten und Online-Händler sicherten sich jeweils gut 20 Prozent Marktanteil. Weitere 10 Prozent Marktanteil hielten die Systemwerkstätten. Dabei gibt es hier längst Kombinationen, bei denen die Onlinekäufer sich ihre Räder oder Reifen im Internet aussuchen und diese dann zur Montage an eine Werkstatt vor Ort geschickt werden.

?Wie in vielen Bereichen des Service hat die Elektronik in Form von Reifendruck-kontrollsystemen (RDKS), die seit 2014 bei Neuwagen verbindlich vorgeschrieben sind, das Handling je nach eingesetztem System etwas komplexer gemacht. Dazu kommt die Montage der Ultra High Performance Reifen (UHP) und Run Flat Tires (RFT), welche nur ausgebildete Monteure auf zertifizierten Maschinen vornehmen dürfen. Für die Serviceberater und Reifenverkäufer ist es eine Herausforderung, die Kunden zu einem Thema bestmöglich zu beraten, welches die Autofahrer zu einem Großteil nicht interessiert. Reifen sind und bleiben ein sicherheitsrelevantes Bauteil an jedem Auto, und zugleich trägt der saisonale Radwechsel zur Erhöhung der Kontaktfrequenz bei?, sagt Bernd Reich, Referent Unternehmenskommunikation der DAT.

https://www.dat.denews-673.atomDAT Diesel-Barometer Februar-2019-02-21T11:35:00+00:002019-03-22T08:27:09+00:00Licht und Schatten auf dem Dieselmarkt

 

 

 

 

 

  •  Diesel-Neuzulassungen leicht gestiegen, WLTP-Lieferschwierigkeiten scheinen überwunden
  •  Diesel-Gebrauchtwagenmarkt insgesamt im Minus, nur Euro-6-Diesel im Plus
  •  Alternative Antriebe weiterhin noch wenig gefragt
  •  Dauer der Ladezeiten rückt in den Fokus der Autokäufer
  •  Standtage von Diesel- und Benzingebrauchtwagen saisonal bedingt hoch
  •  Fahrzeugwerte von Diesel- und Benzingebrauchtwagen stabil

Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) hat für ihre monatliche Publikation ?DAT Diesel-Barometer®? eine Vielzahl von Datenbankauswertungen vorgenommen. Demnach ist der Automarkt unter gemischten Vorzeichen gestartet. Während der Diesel-Neuwagenmarkt gegenüber dem Vorjahresmonat leicht ins Plus gedreht ist, konnte der Gebrauchtwagenmarkt nur bei den Euro-6-Diesel-Pkw Zuwächse verzeichnen. Hier die Ergebnisse im Überblick:

1) Diesel-Neuwagenmarkt erholt sich: Die WLTP-Lieferschwierigkeiten scheinen überwunden, daher konnten zahlreiche Neuzulassungen getätigt werden. In Zahlen bedeutet dies 91.623 neue Diesel-Pkw, das sind 2,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Flottenmarkt mit einem nach wie vor hohen Bedarf an Diesel-Pkw hat an diesen Zahlen einen erheblichen Anteil.

2) Diesel-Gebrauchtwagenmarkt zeigt sich uneinheitlich: Die Nachfrage nach gebrauchten Euro-6-Diesel-Pkw liegt mit 65.422 Einheiten 7 Prozent über dem Vorjahresmonat. Direkt danach kommen die älteren Euro-1-4-Diesel, von denen im Januar 64.409 Stück verkauft wurden. Das sind allerdings 13 Prozent weniger als im Januar 2018. Der Rückgang bei den Euro-5-Dieseln liegt bei 26 Prozent, in Zahlen sind das 48.976 Einheiten. Das bedeutet insgesamt ein Rückgang von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

3) Alternative Antriebe weiter im einstelligen Bereich: Die Autokäufer in Deutschland zeigen insgesamt noch wenig Interesse an alternativen Antrieben. Während immerhin 24 Prozent der Neuwagen- und 12 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer eine solche Antriebsart beim Kauf in Erwägung gezogen hatten, wurde im Moment der Entscheidung dann ein Benziner oder Diesel gekauft. Laut KBA wurden 2018 unter allen Neuzulassungen 5,3 Prozent mit alternativen Antrieben getätigt. Hierbei muss beachtet werden, dass die Mehrheit dieser Fahrzeuge (71,6 Prozent) als Hybrid gerechnet wird. Zu diesen zählen allerdings auch zahlreiche Pkw, die nur wegen des Mild-Hybrid-Antriebs oder ihres 48-Volt-Bordnetzes zu den Hybridfahrzeugen gerechnet werden und keinen Meter elektrisch fahren können. Unter allen Besitzumschreibungen 2018 waren nur 1,9 Prozent der Pkw mit alternativen Antrieben. Hier bilden die Fahrzeuge mit Flüssiggasantrieb die größte Gruppe (52,7 Prozent), Hybride machen 33,3 Prozent aus. Von allen im Januar 2019 neu zugelassenen Pkw betrug der Anteil an alternativen Antrieben 7,9%, bei den Gebrauchtwagen 2,2%. Rein elektrisch fuhren 1,8% aller Neuzulassungen und 0,1% aller Besitzumschreibungen.
Pressemitteilung

4) Dauer der Ladezeiten rückt an dritte Position der Kauf-Hinderungsgründe: Eine Analyse der Gründe gegen ein Elektroauto hat ergeben, dass für Neuwagenkäufer nach der Reichweite und den Anschaffungskosten von E-Autos nicht mehr die Infrastruktur, sondern die Dauer der Ladezeiten steht. Gebrauchtwagenkäufer, die eher preissensibel sind, sehen in den Anschaffungskosten den Haupt-Hinderungsgrund, gefolgt von der Reichweite und der Dauer der Ladezeiten. Bei der Befragung vor einem Jahr lag die Ladeinfrastruktur bei Neu- und Gebrauchtwagenkäufern auf dem dritten Platz der Gründe gegen die Anschaffung eines Elektroautos.

5) Noch niedrige Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten: Auf die Frage, ?Haben Sie eine Lademöglichkeit (Stromanschluss/ Ladestation) für ein Elektrofahrzeug bei Ihnen vor Ort??, bestätigten dies 44 Prozent der Neu- und 35 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer. Von diesen Personen hat etwa jeder Fünfte eine Lademöglichkeit bei seiner Arbeitsstätte, knapp jeder Dritte könnte eine öffentliche Ladestation anfahren.

6) Standtage der Diesel-Gebrauchtwagen beim Handel weiter hoch: 102 Tage steht ein gebrauchter Diesel-Pkw beim Handel, bevor er verkauft wird. Gebrauchte Benziner stehen aktuell 92 Tage.

7) Werte von gebrauchten Diesel-Pkw auf niedrigem Niveau stabil: Zum Jahresende gab es bei den Gebrauchtfahrzeugwerten kaum Bewegung. Drei Jahre alte Benziner verharrten bei 57% des ehemaligen Listenneupreises, drei Jahre alte Diesel bei 52,1%. Zum Jahreswechsel wurden ?neue? dreijährige Gebrauchtwagen analysiert, die im Januar etwas unter dem Vorjahresmonat gestartet sind: Dreijährige Benziner erzielten auf dem Gebrauchtwagenmarkt einen Wert von 57,5% des ehemaligen Listenneupreises, vergleichbare Diesel kamen auf 53,1%.

Kommentar Martin Weiss, Leiter DAT-Fahrzeugwerte: ?Der Diesel liegt bei Zulassungszahlen und Fahrzeugwerten aktuell auf einem stabilen Niveau, ohne ? und das muss man in diesen Zeiten betonen ? weiter abgesackt zu sein. Die gesamte Diskussion hat sich vom Diesel als Antriebsart mehr und mehr auf die Messung von Abgasen und die Sinnhaftigkeit von Grenzwerten verlagert. Hinzu kommt eine leichte Entspannung bei Fahrverboten. Punktuell scheinen diese erstmal vom Tisch zu sein, nachdem es zuletzt einige Urteile hierzu gab. Dennoch gilt: Obwohl der Diesel aus der direkten Schusslinie kommt, bleibt er weiterhin unter Beobachtung. Denn für einen großen Teil ist er nach wie vor die effizienteste Art, Auto zu fahren. Vor allem für die meisten Flotten, und dieser Markt hat zu Jahresbeginn stark angezogen, führt aktuell kein Weg daran vorbei. Benziner sind für hohe Jahresfahrleistungen oftmals zu unwirtschaftlich, alternative Antriebsarten passen nicht in das Nutzerprofil. Dem ?dieselgetriebenen? Flottenkunden gegenüber steht aber der Privatkunde, welcher weiterhin verunsichert ist. Im Neuwagenmarkt sieht man dessen verhaltene Zulassungen bei den Dieseln, bei den privaten Gebrauchtwagenkäufern wird dieser Effekt sogar noch stärker, da hier eine größere Anzahl bereits existierender und vormals gewerblicher Diesel nun auf Abnehmer wartet. Es bleibt ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, welches direkte Auswirkungen auf das Preisniveau hat.?
 

https://www.dat.denews-660.atomGebrauchtwagenmarkt im Januar 2019-2019-02-06T17:40:55+00:002019-03-08T08:41:17+00:00Mit 601.128 Besitzumschreibungen im Januar liegt der GW-Markt gegenüber dem schwachen Dezember 27,7 Prozent deutlich im Plus, gegenüber dem Vorjahresmonat mit leichtem Plus von 0,4 Prozent.

Das Autojahr 2019 ist gestartet -  und hat, ohne zu euphorisch zu werden, im Januar ein paar positive Zeichen gesetzt: Wie es scheint, zieht der gewerbliche Markt wieder an, denn die Diesel-Neuzulassungen sind laut KBA angestiegen und erreichten 34,5 Prozent. Auch der Gebrauchtwagenmarkt startete mit einer Punktlandung ins neue Jahr: 601.128 Besitzumschreibungen sind gegenüber dem schwachen Dezember 27,7 Prozent mehr Einheiten und gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 0,4 Prozent.

Der Neuwagenmarkt konnte ebenfalls gut ins Jahr starten. Die 265.702 Neuzulassungen bedeutet einen leichten Rückgang zum Januar 2018 beträgt nur 1,4 Prozent. 66,8 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge entfielen auf gewerbliche, 33,1 auf private Halter.

Eine wichtige Erkenntnis, die wir aus dem DAT-Report gewonnen haben: Private Autokäufer brauchen den Handel weiterhin als wichtige Anlaufstelle während der Informationsphase. Dies gilt für Neu- und Gebrauchtwagenkäufer gleichermaßen, und die Bedeutung des Handels als Informationsquelle ist im Jahr 2018 sogar noch gestiegen. Dies mag mit den vielen unklaren Informationen rund um den Diesel zusammenhängen. Aus dem DAT Diesel-Barometer wurde zurückgemeldet, dass der Beratungsbedarf der Endverbraucher sehr hoch war.

Wichtig bleibt im neue Jahr die Reaktionsfähigkeit des Handels: Denn sobald der Fahrzeugkauf konkreter wurde, standen beim Gebrauchtwagenkäufer nur 1,2 unterschiedliche Modelle in der engeren Auswahl. Konkret heißt das: Autokäufer sind kurz vor dem Kaufentscheid bereits sehr fokussiert auf ihr Wunschmodell. Hier gilt es für den Handel, schnell und professionell die Leads zu bearbeiten, um den Interessenten für sich zu gewinnen. Immerhin haben 23 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer während der Internetrecherche den Händler gewechselt.

Aufmerksam muss man als Händler auch immer sein, wenn Fahrzeuge der eigenen Marke angefragt werden. Denn: Wer beim Markenhändler einen Gebrauchtwagen kauft, kauft kaum Fremdmarken. Nur sieben Prozent betrug der Fremdmarkenanteil 2018 ? oder umgekehrt: 93 Prozent haben einen Gebrauchtwagen einer Marke erworben, für die der Händler auch einen Neuwagenvertrag hat. Kurios daran ist: Im Vorfeld gaben 58 Prozent zu Protokoll, es sei ihnen egal, welche Marke der Händler vertritt. Daran sieht man die Diskrepanz zwischen Kundeneinschätzung und Kundenhandeln.  Umso wichtiger ist es, jeden Kunden mit seinen Mobilitätsbedürfnissen ernst zu nehmen.

https://www.dat.denews-631.atomHighlights aus dem DAT-Report 2019 -2019-01-18T13:33:05+00:002019-03-04T09:53:21+00:00So tickt der Autokäufer

Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) hat am 17. Januar 2019 und damit so früh wie nie zuvor in der 45-jährigen Geschichte des DAT-Reports die Ergebnisse des aktuellen DAT-Reports 2019 präsentiert. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von knapp 4.000 Endverbrauchern und betrachtet den Autokauf (Neu- und Gebrauchtwagen) und das Werkstattverhalten in Deutschland. Erstmals beleuchtet ein spezielles Kapitel den privaten Verkauf des eigenen Fahrzeugs, ein Exkurs behandelt die Situation der Elektromobilität und die damit verbundenen Fragen zur Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten oder der Anbringung einer eigenen Ladestation. Das Kapitel rund um Reparaturen ist um zahlreiche Spezialthemen bei Ölwechsel oder Unfallreparaturen erweitert worden.

Hier die Auswahl der Ergebnisse, hier können Sie den DAT-Report 2019 bestellen.

A) Allgemeine Themen rund ums Automobil

1) Kein Verzicht aufs Automobil: Über 90 Prozent aller Autokäufer (94 Prozent der Neu- und 93 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer) fühlen sich ohne Automobil in ihrer Mobilität eingeschränkt. In ähnlicher Größenordnung wird bestätigt, dass Autofahren Spaß macht und dass der eigene Wagen stets in einwandfreiem technischen Zustand sein müsse. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf S. 8 (Grafik A2).

2) Absichtserklärung zu Auto im Abonnement: 11 Prozent der Gebrauchtwagen- und 20 Prozent der Neuwagenkäufer könnten sich vorstellen, ein Auto im Abo zu nutzen, d. h. eine Mobilitätslösung ohne Anzahlung oder Schlussrate, sondern zu einem monatlichen Fixpreis (i. d. R. exklusive Tankkosten). 75 Prozent der Gebraucht- und 68 Prozent der Neuwagenkäufer lehnen das ab, die übrigen 14 bzw. 12 Prozent sind unentschlossen. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf S. 9 (Grafik A4).

3) Frauen entscheiden häufiger alleine beim Autokauf als Männer: Gefragt nach der Entscheidungsfindung (alleine oder gemeinsam mit anderen) beim Autokauf zeigt sich, dass sowohl beim Neuwagen-, als auch beim Gebrauchtwagenkauf etwas mehr Frauen alleine als Männer entscheiden. Beim Neuwagenkauf sind es 49 Prozent der Frauen und 44 Prozent der Männer, beim Gebrauchtwagenkauf 53 Prozent der Frauen und 49 Prozent der Männer. Höhere Kaufsummen werden in der Regel eher gemeinsam entschieden. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf S. 10 (Grafik A5).

B) Themen rund um den Autokauf und den Verkauf des eigenen Pkw

1) Bedeutung des Autohändlers als Informationsquelle gestiegen: Vom Beginn der Informationssuche bis zum tatsächlichen Kauf vergehen im Schnitt 26 Tage beim Gebraucht- und 33 Tage beim Neuwagenkauf. Während dieser Phase unternimmt der Autokäufer intensive Online- und Offline-Recherchen. Auffällig: Die Bedeutung des Händlers als Informationsquelle ist gestiegen und besonders für Neuwagenkäufer wieder an die erste Stelle der ?Offline-Quellen? gerückt. Im Zuge der zahlreichen Initiativen rund um den Diesel und die damit verbundenen Prämien ist der Kontakt vor Ort beim Handel stärker in den Fokus gerückt. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf den Seiten 16 und 38 (Grafiken P3 und P36).

2) Hohe Investitionsbereitschaft in den Autokauf: Im Autojahr 2018 wurden beim Gebrauchtwagenkauf im Schnitt 11.780 Euro investiert, beim Neuwagenkauf waren es 31.130 Euro. Die Preise variieren deutlich je nach Marke oder Käufergruppe (Erstkäufer bezahlten deutlich weniger als diejenigen, die beim Kauf ein bestehendes Fahrzeug ersetzten). Beim Gebrauchtwagenkauf wurden auf dem Privatmarkt 7.730 Euro, beim freien Handel 7.890 Euro und beim Markenhandel 15.610 Euro bezahlt. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf den Seiten 31ff. und 42f. (Grafiken P25 und P42).

3) Verkauf des eigenen Pkw auf dem Privatmarkt wird kritisch gesehen: Der Verkauf auf dem Privatmarkt wird unabhängig vom dort erzielten Preis von einem Viertel der Befragten mit der Note ?eher negativ bis sehr negativ? beurteilt. Im Vergleich dazu wird die Inzahlungnahme beim Handel nur im einstelligen Bereich kritisiert, dagegen von 40 Prozent der Befragten als sehr positiv empfunden. Ähnlich gute Noten wurden beim Verkauf an Privat nur von einem Viertel der Befragten vergeben. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf Seite 20f. (Grafik P10).

4) Treue zur Automarke weiter hoch: 51 Prozent aller Neu- und 25 Prozent aller Gebrauchtwagenkäufer entschieden sich beim Autokauf wieder für die Marke, die sie bisher gefahren haben, obwohl sie sich selbst als weniger markentreu (34 Prozent der Neu- und 23 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer) eingeschätzt hatten. Als vollkommen unwichtig sahen nur 16 Prozent der Neu- und 30 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer die Automarke. Der Rest gab an, zwischen zwei oder maximal drei Marken zu wechseln. Wenn der aktuelle Pkw gestohlen würde und man den vollen Kaufpreis ersetzt bekäme, würden nach einer Haltedauer von ca. 4,5 Jahren immerhin noch 74 Prozent ihrer Marke treu bleiben. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf S. 11 (Grafik A7).

C) Themen rund um alternative Antriebe / Elektromobilität

1) Kenntnisstand zu elektrifizierten alternativen Antrieben überschaubar: Auf einer Skala von 1 (?intensiv damit beschäftigt?) bis 5 (?noch nie davon gehört?) wurden die Autokäufer gebeten, ihren Kenntnisstand bei reinen Elektrofahrzeugen, bei E-Autos mit Range Extender, bei Plug-In Hybriden und bei Hybriden ohne Plug-In-Technologie anzugeben. Neuwagenkäufer waren generell aufgeschlossener und hatten sich stärker mit den Technologien beschäftigt als Gebrauchtwagenkäufer. Mit der Durchschnittsnote 2,66 bei den reinen E-Autos war der Kenntnisstand der Neuwagen- und mit 2,91 bei den Gebrauchtwagenkäufern noch am deutlichsten ausgeprägt. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf S. 49 (Grafik EA2).

2) Begrenzte Reichweite und hohe Anschaffungskosten sind Hinderungsgründe beim E-Auto: 60 Prozent der Neuwagenkäufer hatten als Grund gegen ein E-Auto die begrenzte Reichweite angegeben. Im Vorjahr lag dieser noch mit 51 Prozent auf dem zweiten Rang vor den Anschaffungskosten. Gebrauchtwagenkäufer nannten diese als wichtigsten Grund und machten sich mit 55 Prozent etwas weniger Gedanken um die Reichweite als die Neuwagenkäufer. Generell einen Pkw mit alternativem Antrieb hatten nur 12 Prozent der Gebrauchtwagen- und 24 Prozent der Neuwagenkäufer überhaupt in Erwägung gezogen. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf S. 49f. (Grafiken EA3 und EA4).

3) Über ein Drittel der Autokäufer hat keine Lademöglichkeit: Gefragt nach Lademöglichkeiten für ein E-Auto antworteten 37 Prozent der Gebraucht- und 34 Prozent der Neuwagenkäufer, dass sie keinerlei Lademöglichkeiten in ihrer Nähe haben. Über 20 Prozent wussten es nicht bzw. konnten keine Angaben machen. 35 Prozent der Gebraucht- und 44 Prozent der Neuwagenkäufer bestätigten, dass es eine Möglichkeit (z. B. an einem zentralen Parkplatz, einer öffentlichen Ladestation o. Ä.) gebe. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf S. 50 (Grafik EA5).

4) Hybrid liegt vor dem E-Auto in der Präferenz der Autokäufer: Auf die Frage, welche Antriebsart die präferierte wäre, wenn es keine reinen Verbrenner mehr gäbe, würden sich 67 Prozent der Neu- und 64 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer für ein Hybridfahrzeug entscheiden. Für ein E-Auto sprachen sich nur 33% der Neu- und 36% der Gebrauchtwagenkäufer aus. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf S. 51.

D) Themen rund um das Werkstattgeschäft

1) Das eigene Auto ? weiterhin der Deutschen liebstes Kind: 88 Prozent aller Pkw-Halter legen Wert darauf, dass das eigene Fahrzeug immer in technisch einwandfreiem Zustand ist. 83 Prozent meinen, regelmäßige Pflege und Wartung erhöhe den Wiederverkaufswert. Knapp jeder Fünfte (24 Prozent) hat sein Auto liebgewonnen und zieht Reparaturen in Erwägung, auch wenn diese unwirtschaftlich sind. 57 Prozent finden, der Pkw muss innen wie außen gepflegt aussehen, da man sich sonst unwohl fühlen würde. 36 Prozent waschen/lassen das Auto einmal pro Monat waschen. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf S. 71f. (Grafik W37).

2) Ein Drittel findet Kundenbewertungen von Werkstätten im Internet wichtig: 31 Prozent der Pkw-Halter gaben an, ihnen seien gute Kundenbewertungen bei der Wahl der Werkstatt wichtig. Je jünger die Befragten, desto bedeutsamer ist dieses Thema. Generell muss man die hohe Werkstatttreue der Pkw-Halter in Deutschland hervorheben. 80 Prozent lassen alle Arbeiten immer in derselben Werkstatt durchführen, nur 17 Prozent fühlen sich beim Werkstattbesuch häufig nicht optimal beraten. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf S. 72f. (Grafik W39 und W40).

3) Knapp die Hälfte würde sich zutrauen, einen Unfallschaden per Smartphone zu dokumentieren: Nach einem Unfall würden sich 45 Prozent der Pkw-Halter zutrauen, eine aussagekräftige (Foto-)Dokumentation der Beschädigung an ihrem Fahrzeug ähnlich der Aktivitäten eines Gutachters per Smartphone vorzunehmen und via App dies einer Kfz-Versicherung zu senden. Aus den Informationen würde die Versicherung letztendlich den Schadensumfang feststellen. 30 Prozent verneinten dies. Weitere Informationen im DAT-Report 2019 auf S. 70 (Grafik W35).

4) Online-Buchungsbereitschaft von Reparatur- und Wartungsarbeiten stabil: 36 Prozent der Pkw-Halter würden einen Wartungsauftrag verbindlich online buchen. Das ist ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. 26 Prozent würden dies bei anstehenden Reparaturen machen ? ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr. Generell suchten nur 15 Prozent der Pkw-Halter vor einem Werkstattbesuch nach Informationen im Internet. Beim Autokauf waren es ca. 80 Prozent. Weitere Informationen im DAT-Report auf S. 76 (Grafik W45).

Der DAT-Report enthält zusätzlich zu den genannten Fakten eine Vielzahl an weiteren Themen, darunter z. B. die Zufriedenheit mit der Werkstatt/dem Autoverkäufer und die Gründe für die Wahl des Autohauses. Ferner wurden Daten zu reparierten und nicht-reparierten Unfallreparaturen erhoben. Die Emotionen beim Autokauf und die Rolle der Garantie- und Finanzierungsanbieter wurden ebenso abgefragt wie die Auswirkungen, die das Internet auf den Autokauf hat. Die Bestellmöglichkeiten sind auf report.dat.de zusammengestellt.

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Über den DAT-Report

Der DAT-Report ist eine jährliche Publikation der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) und erscheint seit 45 Jahren. Er ist seit den 1970er Jahren die verlässliche, neutrale Quelle für Informationen rund um den Gebrauchtwagen- und Neuwagenkauf sowie das Werkstattgeschäft. Der DAT-Report gilt als Standardwerk der Automobilbranche und gibt Jahr für Jahr in einer einzigartigen Form exakte Auskünfte über die automobilen Befindlichkeiten in Deutschland. Seit es den DAT-Report gibt, wird das Marktverhalten deutscher Autofahrer transparent und greifbar. Deshalb hat sich diese umfangreiche Studie bereits seit über vier Jahrzehnten als wichtiges Instrument zur strategischen Planung in der Automobilwirtschaft etabliert. Basis für den DAT-Report ist stets eine repräsentative Befragung von Endverbrauchern, die von einem neutralen Marktforschungsinstitut im Auftrag der DAT vorgenommen wird. Der aktuelle DAT-Report 2019 umfasst 84 Seiten, 131 Grafiken und wird am 17. Januar 2019 in Berlin als Start in das neue Automobiljahr vor rund 250 Gästen aus Politik und Wirtschaft präsentiert. Ab dem 26. Februar wird der neue DAT-Report 2019 der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die Studie ist kostenpflichtig. Alle Informationen zu den Bestellmodalitäten finden sich unter report.dat.de

Für den DAT-Report 2019 wurden durch das Marktforschungsinstitut GfK insgesamt 3.943 Privatpersonen zum Autokauf und zum Werkstattverhalten befragt. Für den Pkw-Kauf waren es 2.628 Personen (Befragung durch Face-to-Face-Interviews); Bedingung: Der Pkw-Kauf musste im Zeitraum März bis Juni 2018 stattgefunden haben. Der Befragungszeitraum dauerte von Juli bis Oktober 2018. Für den Reparatur- und Wartungsbereich wurden 1.315 Autofahrer/Pkw-Halter befragt (Befragung durch Fragebogenversand per Post). Der Befragungszeitraum dauerte von Oktober bis November 2018. Via Twitter (twitter.com/datgroup) werden u. a. regelmäßig Zahlen aus dem DAT-Report unter #datreport publiziert.

Unter report.dat.de finden sich spezielle Grafiken und zusätzliche Informationen. Einmal im Monat erscheint ferner das DAT Diesel-Barometer® unter dieselbarometer.dat.de und der kostenfreie SilverDAT-Newsletter u. a. mit weiteren Infos aus dem DAT-Report oder Sonderthemen und Rückblenden über mehrere Jahre oder Jahrzehnte. Anmeldung unter www.dat.de/newsletter.

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Über die DAT

Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) ist ein international tätiges Unternehmen der Automobilwirtschaft, das umfassende Kraftfahrzeugdaten erhebt, ergänzt, erstellt, aufbereitet, strukturiert und dem Markt dann flächendeckend über unterschiedlichste Medien und Softwarelösungen zur Verfügung stellt.

Die DAT versteht sich als neutrales Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen der Automobilbranche und wird seit knapp 90 Jahren von ihren Gesellschaftern VDA, VDIK und ZDK getragen. Ein aus verschiedenen Verbraucherverbänden gebildeter Beirat überwacht unter der Leitung des ADAC die Aktivitäten und insbesondere die Wahrung der uneingeschränkten Neutralität der DAT im Sinne der privaten und gewerblichen Verbraucher.

https://www.dat.denews-630.atomDAT-Report in den Medien-2019-01-18T09:43:58+00:002019-02-20T14:40:15+00:00Videobeiträge auf ZDF und n-tv - und weitere News

Die Medienresonanz des aktuellen DAT-Reports war sehr groß. Neben zahlreichen Meldungen in Online- und Printmedien berichtete das ZDF in den Heute-Nachrichten um 12 Uhr und der Nachrichtensender n-tv mehrmals am Tag über den DAT-Report.

Hier geht es zum Videobeitrag im ZDF: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/report-alte-diesel-gehen-schlecht-100.html

Hier sehen Sie den Videobeitrag auf n-tv: https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/Praemien-und-Steuerboni-locken-Deutsche-nicht-zu-E-Autos-article20815706.html

Hier gehts zum Videobeitrag auf colornews.de: https://schaden.news/de/article/link/40926/dat-report-2019-interview-endlein 

Die Online-Meldung publizieren wir auf unserem Twitter-Profil https://twitter.com/DATGROUP 

Einen Radiobeitrag brachte der Deutschlandfunk: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/diesel-gebrauchtwagen

 

https://www.dat.denews-629.atomRückgang auf dem Diesel-Gebrauchtwagenmarkt bei 5 Prozent-2019-01-18T09:07:29+00:002019-02-25T15:30:54+00:00Die Veränderungen sind deutlich geringer als bei den Diesel-Neuwagen

Trotz aller Diskussionen über den Diesel im Jahr 2018 hat sich der Gebrauchtwagenmarkt relativ stabil gezeigt. In der Gesamtsumme liegen die Besitzumschreibungen 1,5 Prozent unter dem Vorjahr, nun liegen die aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) auch nach Antriebsarten für die Neuzulassungen und Besitzumschreibungen vor.

Daraus wird ersichtlich, wie die Veränderungen im Detail waren. Für den Gebrauchtwagenmarkt wurde ein Rückgang von 5,1 Prozent gegenüber 2017 festgestellt. In Zahlen bedeutet das: 2.270.040 gebrauchte Diesel wechselten 2018 den Besitzer, 2017 waren es 2.393.198 gebrauchte Diesel-Pkw. Bei den gebrauchten Benzinern liegt der Markt nahezu exakt auf dem Vorjahresniveau: 4.786.942 Einheiten im Jahr 2018 stehen 4.778.275 gebrauchten Benzin-Pkw im Jahr 2017 gegenüber - ein leichtes Plus von 0,2 Prozent.

Im Neuwagenbereich sieht die Situation anders aus: 1.111.130 neue Diesel-Pkw wurden 2018 zugelassen, im Vorjahr waren es 1.336.776 neue Diesel. Der Rückgang beträgt 16,9 Prozent.  

https://www.dat.denews-628.atomDAT-Report 2019 - Präsentation-2019-01-17T13:15:46+00:002019-02-20T14:40:44+00:00So früh wie nie zuvor in der langjährigen Geschichte des DAT-Reports hat die DAT die Ergebnisse der aktuellen Studie aus knapp 4.000 Verbraucherbefragungen präsentiert.

 

  • Alle Fakten rund um den Autokauf und Werkstatt
  • Diskussion rund um Autokäuferinnen
  • Update zum Thema Diesel

Berlin/Ostfildern (17. Januar 2018) - Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) hat heute vor rund 250 geladenen Gästen der Automobilbranche, Medienvertretern und Repräsentanten der Politik ihren neuen DAT-Report 2019 vorgestellt. Eine große Bildergalerie der Veranstaltung finden Sie auf https://report.dat.de/impressionen/ 

Die jährliche Studie erscheint zum 45. Mal und bietet allen interessierten Laien und Experten einen tiefen Einblick in das Autokaufverhalten und die Situation in den Werkstätten in Deutschland.

Nach einer Begrüßung durch den DAT-Geschäftsführer Jens Nietzschmann referierte der Bundestagsabgeordnete Arno Klare über die aktuelle Situation beim Diesel. Er zeigte sich überzeugt davon, dass der Diesel eine Zukunft hat.

Dr. Martin Endlein, Leiter DAT-Unternehmenskommunikation, stellte die aktuellen Highlights aus dem DAT-Report vor, darunter neue Fakten zum privaten Autoverkauf oder zur Akzeptanz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. ?24 Prozent der Neuwagenkäufer haben einen Pkw mit einer alternativen Antriebsart in Erwägung gezogen. Aus Gründen der Reichweite, der höheren Kosten oder der Ladezeiten war 2018 von 100 zugelassenen Neuwagen nur einer mit Batterieantrieb?, erläutert Dr. Endlein die Zahlen. Weitere Details liefert ein Exkurs im aktuellen DAT-Report.

In einer Podiumsdiskussion zum Thema Frauen und Auto sprachen Belinda Dreilich, Erkner-Gruppe, und Oliver Bohn, Geschäftsführer des Autohauses Kuhn + Witte. Die Erkner-Gruppe hatte 2010 das Frauen-Autohaus ?Senorita Maria? gegründet. Oliver Bohn hat aktuell eine Kampagne unter dem Namen ?Frauen mit Profil? für seine Mitarbeiterinnen gestartet. ?Diese Kampagne hat so viel positive Energie in unser Autohaus gebracht?, betont Oliver Bohn. Belinda Dreilich ergänzt: ?Ich wünsche mir, dass künftig mehr Frauen in der gesamten Autobranche die Chance bekommen, ihre Kompetenzen zu beweisen.?

Anschließend wurden die Ergebnisse der Befragung der Werkstattkunden präsentiert. Erstmals wurde der Einfluss von Online-Bewertungen auf die Wahl der Werkstatt ermittelt. Bei einer nach wie vor hohen Werkstatttreue der Stammkunden (80 Prozent lassen ihr Auto immer in derselben Werkstatt warten oder reparieren), bestätigten immerhin 31 Prozent, sie würden bei der Wahl der Werkstatt Online-Kundenbewertungen wichtig finden.

Zum Thema Erfassung von Unfallschäden gaben 45 Prozent an, sie würden sich generell zutrauen, diese mit dem Smartphone zu erfassen und an die Versicherung zu schicken. In der genaueren Analyse würden bei leichten und mittleren Schäden je etwa 30 Prozent dies machen. Jochen Haug, Vorstand Schaden der Allianz, berichtet in einer Videobotschaft von der Schaden-Assistent-App.

Im Gespräch mit der Sachverständigen Victoria von Alkewitz berichtete sie von konkreten Beispielen. ?Aufgrund der komplexen Technologie kann eine Erfassung eines Schadens nur auf Basis von Bildern auch zu Ungunsten der Kunden ausgehen?, gibt von Alkewitz zu bedenken.

Imelda Labbé, Präsidentin des DAT-Verwaltungsrates und Leiterin Aftersales Global Volkswagen Konzern, sprach in Ihrem Schlusswort von den positiven Botschaften für die gesamte Autobranche, die vom DAT-Report und der heutigen Veranstaltung ausgehen.

https://www.dat.denews-627.atomGebrauchtwagenmarkt im Dezember / Jahresrückblick-2019-01-11T14:49:58+00:002019-02-06T17:45:21+00:00So war das Jahr 2018

Das außergewöhnliche Automobiljahr 2018 ist vorbei, und es ist Zeit, Bilanz zu ziehen. In den Zahlen des KBA bedeutet dies: 3.435.778 Neuzulassungen, das sind 0,2 Prozent weniger als 2017, und 7.192.411 Besitzumschreibungen, 1,5 Prozent weniger als 2017. Insgesamt trotz aller Widrigkeiten ein stabiles Autojahr.

Der Dezember war sicherlich aufgrund der etwas ungünstigen Lage der Feiertage kein guter Monat für die Stückzahlen im Handel. Im Vergleich zum Dezember 2017 lagen der Neuwagenmarkt mit 6,7 und der Gebrauchtwagenmarkt mit 9,4 Prozent im Minus.

Das KBA hat ferner festgestellt, dass der Anteil dieselbetriebener Pkw in der Jahresbilanz 32,3 Prozent ausmachte, im Vorjahr lag er noch bei 38,8 Prozent. Bei der Interpretation der Zulassungszahlen muss man allerdings besonders wachsam sein, da ein Diesel-Pkw mit Mild-Hybrid nicht mehr bei den zugelassenen Dieseln, sondern bei den Hybridfahrzeugen auftaucht.

Ohne an dieser Stelle zu viele Konjunktive zu bemühen, glauben wir, dass das Jahr 2018 ein außergewöhnlich gutes Jahr hätte werden können. 2018 war das neunte Jahr in Folge mit einem wirtschaftlichen Aufschwung, guter Lage auf dem Arbeitsmarkt und dem damit verbundenen hohen Bedarf an individueller Mobilität. Wäre nur die gesamte Diskussion um den Diesel nicht gewesen ? und auch die geht 2019 mittlerweile in ihr viertes Jahr.

Immerhin: Im Bundesdurchschnitt sind die Fahrzeugwerte der dreijährigen Diesel-Gebrauchtwagen seit Jahresbeginn relativ konstant verlaufen. Bezogen auf die Fahrzeugsegmente sind insbesondere die Oberklasse und die obere Mittelklasse in der zweiten Jahreshälfte stärker unter Druck geraten als die anderen Segmente. Nach wie vor auf einem sehr stabilen Niveau sind die SUV und die Kleinwagen / Minicars. Dort sind im Vergleich zu den SUV allerdings die Dieselanteile deutlich geringer.

Aus den Zahlen des neuen DAT-Reports 2019 ist bereits heute schon abzusehen, dass der Autohandel seinen Marktanteil bei den Gebrauchtwagen halten konnte, und auch die Kunden haben bei Fragen häufiger den Handel kontaktiert als noch vor einem Jahr. Wie die Diskussion um Fahrverbote und den Diesel weitergeht, können wir noch nicht absehen. Sie werden auf alle Fälle dazu führen, dass die Automobilhersteller viel mehr Neufahrzeuge verkaufen werden, auffällig ist das gesunkene Nachlassverhalten, sodass die Hersteller 2019 mit sprudelnden Gewinnen rechnen dürfen.

https://www.dat.denews-622.atomJahresfazit von Jens Nietzschmann, DAT-Geschäftsführer-2018-12-28T10:10:18+00:002019-01-22T10:52:36+00:00Vier Punkte zur Dieselkrise

Zum Ende des dritten Jahres nach Beginn der Dieselkrise sind vier Punkte festzuhalten:

1. Die deutschen Verbraucher wenden sich bei Neufahrzeugen zunehmend vom Diesel ab. Der im Vergleich zum Vorjahr trotzdem nicht ins bodenlose gefallene Absatz wird somit noch stärker als zuvor von den gewerblichen Nutzern getragen. Bei den gebrauchten Dieseln ist absurderweise eine besondere Zurückhaltung bei Euro-5-Dieseln zu verzeichnen, obwohl diese relativ jung sind und dazu beitragen könnten, dass die Reduzierung der Stickoxide weiter so konsequent voranschreitet, wie in den zurückliegenden 25 Jahren geschehen. Von dieser negativen Entwicklung profitieren insbesondere exportorientierte Autohändler, und auch Verbraucher außerhalb von Deutschland freuen sich über hochwertige und trotzdem kostengünstige Fahrzeuge aus dem Mutterland der Dieseltechnologie.

2. Umweltprobleme, so sie denn durch ältere Diesel-Fahrzeuge in signifikantem Umfang verursacht werden, verlagert Deutschland rücksichtslos in seine Nachbarländer. Verantwortlich hierfür ist die Bundesregierung, deren Aktivitäten zur Abwendung von Fahrverboten bislang quasi vollkommen ins Leere liefen. Nach wie vor fehlen klare Regeln im Umgang mit der Überschreitung von Grenzwerten und auch zu deren Zustandekommen. Auch hinsichtlich der grundsätzlichen Notwendigkeit des Grenzwertes von 40 µg/m3 im Außenbereich lässt die Politik weiterhin zu viele Fragen unbeantwortet. Die deutsche Verkehrs- und Energiepolitik ist für Verbraucher, von denen immerhin zwei Drittel außerhalb von Ballungsgebieten und somit außerhalb von möglichen Fahrverbotszonen wohnen, derzeit kaum kalkulierbar. Selbige vergüten dies mit einer deutlichen Zurückhaltung beim Erwerb von Fahrzeugen mit Elektroantrieb.

3. Die Hersteller und Importeure setzen unterdessen auf den altershalber ohnehin notwendigen und damit organischen Austausch der Fahrzeugbestände. Konsequenterweise fördern sie deshalb den Absatz neuer Fahrzeuge mit modernen Antriebstechnologien durch zahlreiche Absatzprogramme. Zusätzlich parieren sie die manisch, aber gleichzeitig unkoordinierte Fixierung der Politik auf alternative Antriebe durch ein zunehmendes Angebot an hybridisierten Dieselfahrzeugen, welche durch 48-Volt-Bordnetze nun nicht mehr als Umweltsünder kategorisiert werden. Es ist möglicherweise aber nur eine Frage der Zeit, bis dieser Charade durch die Aufsichtsbehörden ein Ende gesetzt wird. Auch sind die Konzerne sicher schlecht beraten, wenn Sie im Zusammenhang mit der Einhaltung zukünftiger CO2-Grenzwerte weiterhin auf die hinsichtlich der Zulassungszahlen nicht gewichteten Durchschnittwerte ihrer Modellflotten setzen. An einer umfassenden Investition in die Nachrüstung von Bestandsfahrzeugen mir SCR-Katalysatoren zeigen die Konzerne auch weiterhin kein Interesse.

4. Letzteres trifft insbesondere Händler mit größeren Gebrauchtfahrzeugbeständen an Euro-5-Dieseln, da diese zum einen lange Standzeiten inklusive der entsprechenden Kosten aufweisen und zum anderen dann meist auch nur mit erheblichen Abschlägen vermarktet werden können. Anders als bei Verbrauchern, welche den medial viel beschworenen Verlust bei ihren Dieselfahrzeugen nur dann tatsächlich realisieren, wenn sie das Fahrzeug aktuell auch verkaufen möchten, ist der gewerbliche Handel mit Diesel-Fahrzeugen derzeit ein tagtäglich erlittenes Zuschussgeschäft. Nur den unternehmerischen Fähigkeiten der allermeisten Händler ist es zu verdanken, dass sie durch die Diesel-Krise nicht in wirtschaftliche Schieflage geraten sind. Auch die Hersteller und Importeure haben ihren Handelsorganisationen in diesen Zeiten viel zu verdanken. Immerhin sind es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben, die jeden Tag den verunsicherten Verbrauchern gegenübertreten und diese in zahllosen sowie zeitintensiven Beratungsgesprächen davon überzeugen, der jeweiligen Konzernmarke trotz aller Widrigkeiten die Treue zu halten. Wie man in den Konzernetagen feststellen kann, gelingt dies in den allermeisten Fällen sogar überraschend gut.

 

https://www.dat.denews-621.atomDAT Diesel-Barometer Dezember-2018-12-28T09:53:47+00:002019-02-21T10:24:54+00:00Schwerpunkt alternative Antriebe
  •   Diesel-Neuzulassungen im dritten Monat in Folge gestiegen
  •   Bei Diesel-Gebrauchtwagen sind vor allem Pkw mit Euro-6-Schadstoffnorm gefragt
  •   Preise für Diesel-Kraftstoff im Jahresvergleich 20 Prozent gestiegen
  •   Fokus auf Hybridfahrzeuge: Viele davon sind Diesel-Pkw
  •   Fokus auf gebrauchte Elektro-Fahrzeuge: Wertentwicklung stabil zwischen Diesel und Benzin
  •   Gebrauchtfahrzeugwerte verlaufen weiter wie erwartet
  •   Standtage von Diesel-Pkw wieder unter 100 Tagen

Ostfildern (28. Dezember 2018) ? Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) hat in ihrem aktuellen DAT Diesel-Barometer neben den Entwicklungen auf dem Diesel-Markt einen thematischen Schwerpunkt auf die alternativen Antriebe gelegt. Hier die Ergebnisse im Überblick:

- Diesel-Neuzulassungen im dritten Monat in Folge gestiegen: Seit dem Einschnitt durch die WLTP-Messungen erholt sich der Diesel-Neuwagenmarkt und erreicht im November 92.642 Neuzulassungen. Insgesamt wurden damit seit Jahresbeginn 1.028.271 Diesel-Pkw neu zugelassen. Das entspricht allerdings einem Rückgang von knapp 18% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei den Besitzumschreibungen beträgt der Rückgang im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr nur 4%.

- Diesel-Gebrauchtwagen mit Euro-6-Norm sind weiter im Aufwind: Bei der Analyse der Besitzumschreibungen nach Abgasnorm sind die Euro-6-Modelle weiter stark gefragt. Sie erreichen im November mit etwa 70 Tausend Einheiten einen Marktanteil an allen Diesel-Gebrauchtwagen von 39%. Deutlich weniger gefragt waren Pkw mit der Euro-1- bis -4-Norm, die noch auf 35% Marktanteil kommen. Am wenigsten gehandelt (knapp 46 Tausend Einheiten) wurden Pkw mit Euro-5-Motoren.

- Kraftstoffpreise deutlich gestiegen: Im Vergleich zum November 2017 lagen die Preise im November 2018 für Diesel 20,2% höher, für Benzin 11,8% höher. Seit Januar 2016 betrug die Steigerung bei Diesel 44,4%, bei Benzin 23,5%.

- Hybridfahrzeuge führen Zulassungsstatistik bei alternativen Antrieben an: Seit Januar wurden 120.042 Pkw mit Hybrid-Antrieb neu zugelassen. Wichtig hierbei: Zahlreiche dieser Pkw können keinen einzigen Kilometer rein elektrisch fahren, weil sie zu den so genannten Mild-Hybriden zählen. Sehr deutlich sieht man dies an der Oberklasse: Von allen seit Jahresbeginn 30.157 neu zugelassenen Fahrzeugen dieses Segments zählen nach der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) 10.155 Fahrzeuge zu den Hybridfahrzeugen, 1.975 davon sind Plug-in-Hybride. Die verbleibenden 8.180 Pkw verfügen größtenteils über einen Mild-Hybrid-Antrieb und können somit eher den diesel- und benzinbetriebenen Pkw zugeordnet werden.

Von allen in der Oberklasse neu zugelassenen Pkw hatten 1.185 einen Elektroantrieb. In Summe über alle Fahrzeugsegmente waren es 32.226 Elektrofahrzeuge, das bedeutet +48,9% mehr als im Vergleichszeitraum 2017.

- Werte von drei Jahre alten E-Autos stabil: Seit Jahresbeginn sind 6.799 Elektrofahrzeuge auf dem Gebrauchtwagenmarkt verkauft worden. Neu zugelassen wurden 32.226 E-Autos. Die noch geringe Anzahl an Gebrauchtwagen führt dazu, dass diese zu relativ stabilen Preisen gehandelt wurden. Das Bewusstsein für alternative Antriebe ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was sich auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt zeigt.

- Gebrauchtwagen-Wertverläufe bei Verbrennern weiter parallel: Die dreijährigen Benzin- und Diesel-Gebrauchtwagen entwickeln sich bei den Fahrzeugwerten weiterhin wie erwartet. Die Schere zwischen beiden Antriebsarten ist nicht größer geworden, sondern verläuft seit Jahresbeginn konstant parallel. Regionale Abweichungen aufgrund der weiter aktuellen Diskussionen um drohende Fahrverbote sind möglich.

- Diesel-Gebrauchtwagen erstmals wieder unter 100 Standtagen: Beim Handel stehen gebrauchte Diesel-Pkw mit 99 Tagen weiterhin deutlich länger als Benziner (83 Tage), dennoch sind sie zum zweiten Mal in diesem Jahr unter die 100-Tage-Grenze gerutscht.

 

Jahresfazit von Jens Nietzschmann, DAT-Geschäftsführer

Zum Ende des dritten Jahres nach Beginn der Dieselkrise sind vier Punkte festzuhalten:

1. Die deutschen Verbraucher wenden sich bei Neufahrzeugen zunehmend vom Diesel ab. Der im Vergleich zum Vorjahr trotzdem nicht ins bodenlose gefallene Absatz wird somit noch stärker als zuvor von den gewerblichen Nutzern getragen. Bei den gebrauchten Dieseln ist absurderweise eine besondere Zurückhaltung bei Euro-5-Dieseln zu verzeichnen, obwohl diese relativ jung sind und dazu beitragen könnten, dass die Reduzierung der Stickoxide weiter so konsequent voranschreitet, wie in den zurückliegenden 25 Jahren geschehen. Von dieser negativen Entwicklung profitieren insbesondere exportorientierte Autohändler, und auch Verbraucher außerhalb von Deutschland freuen sich über hochwertige und trotzdem kostengünstige Fahrzeuge aus dem Mutterland der Dieseltechnologie.

2. Umweltprobleme, so sie denn durch ältere Diesel-Fahrzeuge in signifikantem Umfang verursacht werden, verlagert Deutschland rücksichtslos in seine Nachbarländer. Verantwortlich hierfür ist die Bundesregierung, deren Aktivitäten zur Abwendung von Fahrverboten bislang quasi vollkommen ins Leere liefen. Nach wie vor fehlen klare Regeln im Umgang mit der Überschreitung von Grenzwerten und auch zu deren Zustandekommen. Auch hinsichtlich der grundsätzlichen Notwendigkeit des Grenzwertes von 40 µg/m3 im Außenbereich lässt die Politik weiterhin zu viele Fragen unbeantwortet. Die deutsche Verkehrs- und Energiepolitik ist für Verbraucher, von denen immerhin zwei Drittel außerhalb von Ballungsgebieten und somit außerhalb von möglichen Fahrverbotszonen wohnen, derzeit kaum kalkulierbar. Selbige vergüten dies mit einer deutlichen Zurückhaltung beim Erwerb von Fahrzeugen mit Elektroantrieb.

3. Die Hersteller und Importeure setzen unterdessen auf den altershalber ohnehin notwendigen und damit organischen Austausch der Fahrzeugbestände. Konsequenterweise fördern sie deshalb den Absatz neuer Fahrzeuge mit modernen Antriebstechnologien durch zahlreiche Absatzprogramme. Zusätzlich parieren sie die manisch, aber gleichzeitig unkoordinierte Fixierung der Politik auf alternative Antriebe durch ein zunehmendes Angebot an hybridisierten Dieselfahrzeugen, welche durch 48-Volt-Bordnetze nun nicht mehr als Umweltsünder kategorisiert werden. Es ist möglicherweise aber nur eine Frage der Zeit, bis dieser Charade durch die Aufsichtsbehörden ein Ende gesetzt wird. Auch sind die Konzerne sicher schlecht beraten, wenn Sie im Zusammenhang mit der Einhaltung zukünftiger CO2-Grenzwerte weiterhin auf die hinsichtlich der Zulassungszahlen nicht gewichteten Durchschnittwerte ihrer Modellflotten setzen. An einer umfassenden Investition in die Nachrüstung von Bestandsfahrzeugen mir SCR-Katalysatoren zeigen die Konzerne auch weiterhin kein Interesse.

4. Letzteres trifft insbesondere Händler mit größeren Gebrauchtfahrzeugbeständen an Euro-5-Dieseln, da diese zum einen lange Standzeiten inklusive der entsprechenden Kosten aufweisen und zum anderen dann meist auch nur mit erheblichen Abschlägen vermarktet werden können. Anders als bei Verbrauchern, welche den medial viel beschworenen Verlust bei ihren Dieselfahrzeugen nur dann tatsächlich realisieren, wenn sie das Fahrzeug aktuell auch verkaufen möchten, ist der gewerbliche Handel mit Diesel-Fahrzeugen derzeit ein tagtäglich erlittenes Zuschussgeschäft. Nur den unternehmerischen Fähigkeiten der allermeisten Händler ist es zu verdanken, dass sie durch die Diesel-Krise nicht in wirtschaftliche Schieflage geraten sind. Auch die Hersteller und Importeure haben ihren Handelsorganisationen in diesen Zeiten viel zu verdanken. Immerhin sind es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben, die jeden Tag den verunsicherten Verbrauchern gegenübertreten und diese in zahllosen sowie zeitintensiven Beratungsgesprächen davon überzeugen, der jeweiligen Konzernmarke trotz aller Widrigkeiten die Treue zu halten. Wie man in den Konzernetagen feststellen kann, gelingt dies in den allermeisten Fällen sogar überraschend gut.

https://www.dat.denews-528.atomDAT überarbeitet ihren Leitfaden für die Pkw-Verbrauchswerte-2018-12-20T18:31:00+00:002019-01-18T09:37:56+00:00DAT bereitet für das Frühjahr 2019 neue Darstellung der CO2- und Verbrauchswerte für Pkw vor.

 

 

 

 

 

  • Neuer DAT-Leitfaden wird in Abstimmung mit dem BMWi und den Verbänden der Automobilindustrie 2019 zur Verfügung gestellt
  • Publikationstermin hängt vom Inkrafttreten der Gesetzesnovellierung und der Verfügbarkeit der Herstellerdaten ab
  • Bisheriger ?Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch 2018? bleibt noch bis zur Novellierung der Pkw-EnVKV gültig
  • DAT-Leitfaden wird zukünftig als Online-Datenbank zur Verfügung gestellt und mit Such-, Filter- und Vergleichsfunktionen komfortabel zu bedienen sein
  • Nutzung wird für Endverbraucher wie bisher kostenfrei bleiben

 

Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) bereitet für das Frühjahr 2019 eine neue Darstellung der CO2- und Verbrauchswerte für Pkw vor. Der neue ?DAT-Leitfaden? entsteht auf Grundlage der zukünftigen Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) und in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie den Verbänden VDA (Verband der Automobilindustrie e.V.) und dem VDIK (Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V.).

Die Darstellung strukturierter WLTP-Werte sämtlicher in Deutschland angebotenen Neufahrzeuge erfolgt künftig in Form einer Webapplikation. Verschiedene praktische Filter- und Vergleichsfunktionalitäten ermöglichen ein komfortables Handling für den Endverbraucher.

?Seit der Einführung der ?Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung? ? kurz Pkw-EnVKV ? im Jahr 2004 publiziert die DAT die CO2- und Verbrauchswerte der Hersteller und Importeure. Mit der Einführung der breit gefächerten WLTP-Messung wird auch das Datenvolumen des DAT-Leitfades in ganz erheblichem Umfang steigen. Um die Informationen den Verbrauchern dennoch in einer praktikablen Art und Weise verfügbar zu machen, werden wir den DAT-Leitfaden zukünftig ausschließlich online zur Verfügung stellen?, erklärt Jens Nietzschmann, DAT-Geschäftsführer. ?Selbstverständlich bleibt der Leitfaden für interessierte Endverbraucher weiterhin kostenfrei und dient dem Handel und den Herstellern als notwendige Referenzquelle. Bis die Novellierung der Pkw-EnVKV im kommenden Jahr Gesetzeskraft erlangt und damit auch die Rahmenbedingungen der Veröffentlichungspflichten geregelt sind, haben wir leider keine Möglichkeit den bestehenden, für 2018 gültigen DAT-Leitfaden um die WLTP-Werte zu ergänzen.?

 

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Hintergrundinformation

Mit der Verordnung (EU) 2017/1151 erfolgte die verbindliche Einführung des neuen WLTC / WLTP für die Typprüfung neuer Modelle und neuer Motorvarianten ab 1. September 2017 und ab 1. September 2018 für alle neu zugelassene Fahrzeuge.

Der Begriff WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) beschäftigt die Automobilwirtschaft derzeit intensiv und wird den Markt in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter bestimmen. Mit der Umstellung auf WLTP will der Gesetzgeber Verbrauchs- und Emissionswerte erreichen, welche näher an den im täglichen Fahrbetrieb der Automobile in Kundenhand erreichbaren Werten liegen und trotzdem vergleichbar bleiben. Die nach dem bisher gültigen NEFZ (Neuer Europäische Fahrzyklus) ermittelten Messwerte wurden zuletzt als zu theoretisch angesehen.

Bis zur Novellierung der Pkw-EnVKV, voraussichtlich im Frühjahr 2019, bleiben die Werte des Neuen Europäischen Fahrzyklus? (NEFZ) in der DAT-Publikation ?Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch? sowie beim Pkw-Label im Handel verbindlich vorgeschrieben. Die bereits nach WLTP ermittelten Werte werden für diesen Zweck in NEFZ-Werte umgerechnet. Die Fahrzeughersteller können die WLTP-Werte zusätzlich freiwillig veröffentlichen, allerdings muss für den Kunden/Autokäufer beim Labeling die NEFZ-Relevanz klar ersichtlich sein.

Der DAT-Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch ist daher in den kommenden Monaten in seiner für 2018 gültigen Form weiterhin verordnungskonform. Die Druckversion ?Ausgabe 2018? und die Onlineversion ?Ausgabe Q3/2018? behalten bis auf weiteres ihre Gültigkeit.

https://www.dat.denews-618.atomGebrauchtwagenmarkt im November 2018-2018-12-06T10:49:13+00:002019-01-11T14:55:43+00:00Kurz vor Jahreswechsel liegt der GW-Markt nur leicht unter Vorjahr, aber fehlende Erträge belasten den Handel.

Die aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zeigen, dass der Gebrauchtwagenmarkt kumuliert von Januar bis November mit -0,8 Prozent leicht unter dem Vorjahr liegt. Konkret bedeutet dies 608.093 Besitzumschreibungen im November, das sind -5,8 Prozent gegenüber dem Vormonat Oktober und -3,8 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Bis November 2018 wurden demnach 6.721.828 Gebrauchtwageneinheiten vom KBA gezählt.

Die KBA-Auswertung nach Diesel und Benzin liegt immer erst zur Monatsmitte vor, aber bislang erreichten die Benzin-Gebrauchtwagen einen Anteil von 67 Prozent, Diesel-Pkw machten an allen Besitzumschreibungen 32 Prozent aus ? ein Prozentpunkt unter dem Vorjahr.

Hat der Gebrauchtwagenmarkt sein Ziel erreicht? In Zahlen? Ja. Beim Ertrag? Eher nein. Fast zwei Drittel der Händler (59%) bilden Rückstellungen für drohende Verluste, 18% nehmen derzeit keine Diesel-Pkw in Zahlung. Insgesamt stehen gebrauchte Diesel-Pkw aktuell 102 Tage bei leicht gestiegenen Standkosten von 30 Euro pro Tag und Pkw. 61% der Händler vermarkten ihre Diesel-Gebrauchtwagen zunehmend über andere Kanäle (z. B. Auktionen), 32% werden häufiger von Händlern aus dem Ausland kontaktiert, die dann gebrauchte Diesel-Pkw abkaufen möchten. Bei der Entwicklung der Gebrauchtfahrzeugwerte sind die Benzin- und Diesel-Pkw weiter, wie erwartet, beide leicht gesunken. Große Abweichungen vom Durchschnittswert gibt es natürlich je nach Standort.

Viel Zeit investiert der Handel auch in die Beratung der immer noch verunsicherten Kunden: Fast alle Händler (93%) bestätigten dies, denn es mehren sich auch die Fragen nach den unterschiedlichen Euro-6-Normen. Betrachtet man nur die verkauften Diesel-Gebrauchtwagen nach ihren Schadstoffnormen, so waren im Oktober am stärksten die Euro-6-Diesel gefragt. Mit 69.620 Einheiten lagen sie deutlich über den Euro-5-Gebrauchtwagen, die mit 48.545 Einheiten kontinuierlich zurückgegangen sind. Auf Basis unserer Befragungen für das DAT Diesel-Barometer machen diese Fahrzeuge beim Autohandel aktuell nur noch 22% des Gebrauchtwagenbestandes aus. Von allen noch zu erwarteten Leasing- und Finanzrückläufern sind es nur noch 23% Euro-5-Diesel.

Wegen der Umweltprämien gaben 60% der Händler an, sie hätten v.a. mehr neue Benziner verkauft. Die Anzahl derer, die mehr neue Pkw mit alternativen Antrieben verkaufen konnte, hat sich im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert. Dadurch rückt die CO2-Richtlinie, die ab 2020 gilt, weiter in die Ferne.

https://www.dat.denews-596.atomDAT Diesel-Barometer November-2018-11-27T16:27:00+00:002018-12-28T10:06:09+00:00Aktuelles DAT Diesel-Barometer greift die Lage im Handel auf.

 

 

(alle Infos und alle Grafiken sind auf https://dieselbarometer.dat.de )

 

 

  • Automobilmarkt insgesamt zeigt leichte Entspannung
  • Nur noch 22% der Gebrauchtwagen beim Händler sind Euro-5-Diesel
  • Knapp zwei Drittel der Händler bilden Drohverlustrückstellungen, 18% nehmen derzeit keine Diesel-Pkw in Zahlung
  • Standzeit bei Diesel-Gebrauchtwagen bei 102 Tagen, Benziner bei 83, Standkosten auf 30 Euro pro Diesel-Pkw pro Tag leicht gestiegen
  • Aktivitäten der Politik sorgen aus Sicht des Handels für mehr Verunsicherung beim Kunden
  • Beratungsleistung des Handels weiter gestiegen, auch durch Fragen zu Euro-6-Normen
  • Gebrauchtfahrzeugwerte von Diesel- und Benzin-Pkw entwickeln sich weiter parallel
  • Ein Drittel der Autohäuser wird von Händlern aus dem Ausland vermehrt kontaktiert, um Dieselfahrzeuge abzukaufen

Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH hat für das aktuelle DAT Diesel-Barometer eine umfangreiche Befragung beim Automobilhandel durchführen lassen. Die Situation ist nach wie vor angespannt, v.a. aufgrund der Diskussion um Fahrverbote und der damit verbundenen Verunsicherung bei den Verbrauchern.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

  1. Neuwagen- und Gebrauchtwagenverkäufe stabilisieren sich: Nach dem starken Rückgang im September konnte sich der Markt nach Informationen des Kraftfahrt-Bundesamtes wieder erholen: Mit knapp 445.000 gebrauchten Benzinern wurde ein Jahreshöchstwert erreicht, die verkauften Diesel-Gebrauchtwagen erreichten knapp die 190.000er-Grenze. Bei den Neuzulassungen gingen die Zahlen im Vergleich zum September ebenfalls nach oben.
  2. Euro-6-Gebrauchtwagen weiter gefragt: Von allen verkauften Diesel-Gebrauchtwagen haben die Euro-6-Gebrauchtwagen mit 69.620 Einheiten mengenmäßig den größten Anteil (37%). Mit rund 48.500 Euro-5-Diesel-Gebrauchtwagen im Oktober wurden seit Jahresbeginn die wenigsten Pkw mit dieser Schadstoffklasse verkauft.
  3. Immer weniger Euro-5-Gebrauchte im Angebot: Bezogen auf alle Gebrauchtwagen, die beim Handel derzeit im Angebot sind, machen die Euro-5-Diesel-Gebrauchtwagen nur 22% aus. Aus allen Fahrzeugen, die künftig aus noch laufenden Leasing- und Finanzierungsverträgen zum Handel zurückkommen und vermarktet werden müssen, haben die Euro-5-Diesel-Gebrauchtwagenwagen einen Anteil von 23%.
  4. Händler bilden weiterhin Rückstellungen für drohende Verluste. Die Ablehnung von Diesel-Inzahlungnahmen ist leicht zurückgegangen: 59% (April 2018: 61%) der Händler bilden Rückstellungen für drohende Verluste aufgrund der Diesel-Problematik. 18% (April 2018: 22%) nehmen derzeit keine Diesel-Pkw in Zahlung. Beide Ergebnisse liegen somit etwas unter den Zahlen der Befragung im April 2018.
  5. Standtage von Diesel-Pkw etwas zurückgegangen: Im Handel stehen gebrauchte Diesel-Pkw im Schnitt 102 Tage, bis sie verkauft werden, Benziner dagegen nur 83 Tage. Die Standkosten pro Diesel-Pkw pro Tag sind aktuell auf 30 Euro gestiegen.
  6. Auswirkungen der Umweltprämien sorgen v.a. für mehr neue Benziner: 60% der Händler haben wegen der Umweltprämien mehr neue Benziner verkauft. Nur 14%, statt wie vor einem Jahr noch 27%, gaben an, mehr neue Pkw mit alternativen Antrieben verkauft zu haben.
  7. Handel investiert weiterhin sehr viel Zeit in die Beratung der Kunden: Die so genannten Diesel-Gipfel haben aus Sicht von fast allen Händlern (94%) zu noch mehr Verunsicherung bei den Kunden geführt. Die Beratungsleistung ist weiter angestiegen, da zusätzlich mehr Fragen zu den Euro-6-Normen gestellt werden.
  8. Gebrauchtfahrzeugwerte entwickeln sich wie erwartet: Die Verläufe der Fahrzeugwerte von dreijährigen Gebrauchtwagen entwickelt sich bei Diesel- und Benzin-Pkw wie erwartet weiterhin nahezu parallel. Für einen drei Jahre alten Benzin-Gebrauchtwagen können derzeit im Bundesdurchschnitt 57,1% des ehemaligen Listenneupreises erzielt werden. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahresmonat. Der Durchschnittswert für dreijährige Diesel-Gebrauchtwagen liegt mit 52,1% des ehemaligen Listenneupreises 1,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahresmonat.
  9. Ein Drittel der Händler wird häufiger direkte von Händlern aus dem Ausland kontaktiert: Erstmals wurde im DAT Diesel-Barometer danach gefragt, ob die Händler hierzulande häufiger direkt von Händlern aus dem Ausland kontaktiert werden, die dann auch Diesel-Gebrauchtwagen abkaufen. Bei 32% der Befragten ist das so. Insgesamt nutzen 61% der Händler vermehrt so genannte B2B-Vertriebskanäle für ihre Diesel-Gebrauchtwagen, darunter z.B. Auktionen oder der Verkauf an Zwischenhändler.

Frank Münzenmayer, Geschäftsführer Gebrauchtwagen bei Hahn Automobile, Fellbach und Mitglied im DAT Experten-Arbeitskreis Diesel: ?Durch die Umweltprämien der Hersteller gab es eine Belebung im Gebrauchtwagen- und Neuwagengeschäft, dennoch befinden wir uns im dritten schwierigen Jahr in Folge. Viele unserer Kunden würden gerne wieder zu einem Diesel zurückkehren, aber durch die aktuelle Situation in Bezug auf CO2-Messungen herrscht sehr viel Verunsicherung - beispielsweise dahingehend, welche Besteuerung der Pkw-Halter am Ende zu erwarten hat. Zu diesem Punkt kommt die weiter anhaltende öffentliche Diskussion um Diesel und Fahrverbote. Eine angespannte Stimmung im Automobilhandel insgesamt und speziell bei den Verkäufern ist die Folge. Dabei sind es gerade unsere Verkäufer, die eine hohe Beratungsleistung bieten und die wir heute mehr denn je benötigen.?

https://www.dat.denews-590.atomSilverDAT 3 Update-2018-11-07T14:19:15+00:002019-01-17T12:40:35+00:00Technologische Weiterentwicklung der "SilverDAT 3" setzt Fokus auf intuitives Bedienkonzept

Anfang November hat die DAT mit einem umfangreichen Update die SilverDAT 3 in wesentlichen Punkten überarbeitet. Mit der technologischen Weiterentwicklung in ihrem Kernprodukt setzt die DAT den Fokus auf ein intuitives Bedienkonzept für mehr Flexibilität und effiziente Prozessabwicklung im Arbeitsalltag ihrer Kunden.

Die Optimierung der Usability für mehr Flexibilität und effiziente Prozessabwicklung im täglichen Arbeitsablauf stand dabei im Fokus. Mit diesem Update wurde unter anderem das Responsive-Design-Konzept auf Basis von Kundenfeedback und Anregungen von Kollegen aus dem Haus deutlich überarbeitet. ?Das bedeutet für unsere Kunden, dass sie mit SilverDAT 3 auf jedem beliebigen Tablet arbeiten können?, sagt DAT-Mitarbeiterin Nadine Kärcher, die als Technical Pre-Sales Consultant Management Applikations bei der DAT an der Oberflächenentwicklung arbeitet.

Für die DAT stand der Kundennutzen bei diesem Projekt an erster Stelle. Es ging darum, die Bedienung der SilverDAT 3 weniger kompliziert zu machen. Nun kann jeder Anwender seine Aufgaben leichter erledigen. Alle Funktionen wurden hinterfragt und das Design vereinfacht, damit die wichtigen Punkte besser erkennbar sind. ?Wir möchten, dass die Kunden mit so wenig Klicks wie möglich ? nach dem Motto 'Keep it simple' - bei der Bedienung der Software auskommen?, betont Nadine Kärcher.

Das übersichtliche Navigationskonzept des Hauptmenüs erleichtert die Steuerung durch die primären Module wie beispielsweise die Vorgangsübersicht. Notwendige Aktionen ? wie einen neuen Vorgang erfassen - sind immer verfügbar. Weitere Aktionen werden angezeigt, sobald ein oder mehrere Vorgänge ausgewählt werden. Zudem gibt es zusätzliche Interaktionen für einzelne Arbeitsschritte, die nun in einer vereinfachten Darstellung sichtbar sind. So können mit wenigen Klicks beispielsweise die Anhänge oder Berichte eines einzelnen Vorgangs angezeigt werden. Die zentrale Ansicht der Funktionen ? wie ein ?Fahrzeug reparieren?, ein ?Fahrzeug bewerten? oder eine ?E-Mail versenden? ? schafft Klarheit für den Anwender.

Die Erweiterung der Statusleiste gibt einen klaren Überblick und die Kontrolle über die nächsten möglichen Prozessschritte innerhalb eines Vorgangs. Wichtige Bedienelemente rücken in der Tabletansicht in den Fokus. Weitere Funktionen können durch das sogenannte Hamburger-Menü in allen Modulen beliebig ein- und ausgeblendet werden. Die fixierte Tableiste sorgt beim Scrollen dafür, dass Anwender den Überblick über die verschiedenen Formularinhalte behalten. Wenn die Auftragsdaten befüllt sind, können Anwender nun noch einfacher in die Fahrzeugauswahl wechseln und anschließend eine Kalkulation durchführen. Zusätzlich können die Kunden nun direkt mit dem Tablet die für sie notwendigen Bilder aufnehmen und hochladen. All diese Erweiterungen garantieren hohe Flexibilität und Effizienz im Arbeitsalltag mit der SilverDAT 3.

https://www.dat.denews-589.atomGebrauchtwagenmarkt im Oktober 2018-2018-11-07T11:54:40+00:002018-12-06T11:02:19+00:00Automobilmarkt auf turbulentem Erholungskurs: NW lagen 7,4 % unter Vorjahresmonat und GW 8,7 % im Plus.

Im Oktober hat sich der Automobilmarkt wieder einigermaßen erholt. Während der Neuwagenmarkt noch 7,4 Prozent unter dem Vorjahresmonat lag, konnte der Gebrauchtwagenmarkt 8,7 Prozent gutmachen. Die 645.389 vom KBA gezählten Besitzumschreibungen bedeuten zudem eine Steigerung zum schwachen September von 12,0 Prozent. Summiert man alle Besitzumschreibungen seit Jahresbeginn, kommt der Gebrauchtwagenmarkt in den 10 Monaten des Jahres 2018 auf 6.113.735 Einheiten. Damit liegt der Markt nahezu auf Vorjahresniveau. In Zahlen bedeutet das -0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Zur Ergänzung: Der Neuwagenmarkt liegt kumuliert mit 1,4 Prozent im Plus und damit über Vorjahresniveau. Die Zulassungsrallye im August hat da ihren Beitrag geleistet. Wenn man die Turbulenzen des Jahres 2018 Revue passieren lässt, hätte man nicht mit so einer Punktlandung rechnen können.

Aufgrund der zahlreichen Prämien und Angebote der Hersteller sind wir gespannt, wie sich das ?Wanderungsverhalten? von Autokäufern hinsichtlich Fahrzeugart (Umsteiger z.B. von Gebraucht- auf Neuwagen) und Marke in diesem Jahr bemerkbar machen wird. Vergangenes Jahr haben sich z.B. laut DAT-Report nur 19 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer als markentreu bezeichnet. Diese Treue stieg beim tatsächlichen Autokauf. GW-Käufer erreichten einen Wert von 26 Prozent, das heißt: Wurde ein bisheriger Pkw durch einen Gebrauchten ersetzt, so stammte dieser bei 26 Prozent von der gleichen Marke wie der Vorwagen.

Interessant hierbei ist übrigens: 86 Prozent der Käufer beim Markenhandel haben bei dem Händler gekauft, dessen Autohaus auch diese Marke vertritt. 14 Prozent sind ?fremdgegangen?. Fragt man die Käufer vorher, ob ihnen diese Verbindung beim Gebrauchtwagenkauf wichtig ist, war dies 58 Prozent der Befragten egal. Das heißt: Die Bindung an die Pkw-Marke, die der Kunde kauft und der Händler, ist stärker, als es den Endverbrauchern eigentlich bewusst ist! Hier hat speziell der Markenhandel in Kombination mit seiner Herstellermarke starken Einfluss auf die Kaufentscheidung.

Wenn man übrigens die Gebrauchtwagenkäufer kurz nach dem Kauf mit der Frage konfrontiert, welches Modell oder welche Marke sie sich kaufen würden, wenn ihnen heute der Pkw gestohlen würde, dann ergibt sich für 2017 ein klares Bild: 92 Prozent würden wieder so kaufen. Umgekehrt bedeutet das: 8 Prozent haben sich de facto das falsche Fahrzeug gekauft.

https://www.dat.denews-553.atomDAT trauert um Michael Hofmann-2018-10-19T14:17:48+00:002018-10-19T14:21:37+00:00Michael Hofmann hat während seiner 25 Jahre bei der DAT die weltweit einheitliche Strukturierung von Automobildaten wesentlich geprägt und entwickelt.

Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) trauert um Michael Hofmann, Leiter Vorentwicklung. Der ehemalige Prokurist und Hauptabteilungsleiter für Automobildaten ist vergangene Woche in der Nacht von Donnerstag auf Freitag völlig unerwartet im Alter von 61 Jahren gestorben. Michael Hofmann hat während seiner 25 Jahre bei der DAT die weltweit einheitliche Strukturierung von Automobildaten wesentlich geprägt und entwickelt.

Michael Hofmann hinterlässt seine Frau und zwei Söhne.

Der Diplom-Ingenieur Hofmann war leidenschaftlicher Automobilist. Er begann seine Karriere bei Porsche in Zuffenhausen und Weissach und wechselte Mitte der 1990er Jahre zur DAT, wo er fast 20 Jahre als Leiter der Datenerstellung für die Reparaturkostenkalkulation wirkte. Dank seiner maßgeblichen Mitwirkung etablierte die DAT ein weltweit einzigartiges Codierungssystem für Automobildaten, das bis heute als DAT ?uropa-Code® die Basis für die intuitive Fahrzeugauswahl in nahezu allen DAT-Anwendungen und Online-Plattformen Eingang gefunden hat.

Michael Hofmann leitete in den vergangenen sechs Jahren die Abteilung Vorentwicklung. Im Rahmen dieser Tätigkeit wurden unter anderem die Anwendungen Mietwagenspiegel und die Nutzungsausfallkosten sowie die DAT-Produkte rund um die Fahrzeugdatenblätter für Rettungskräfte und Leitstellen entwickelt. Michael Hofmann war engagiertes Mitglied im DAT-Betriebsrat und für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stets ein willkommener Ansprechpartner mit viel Charme und Empathie.

?Die DAT hat Michael Hofmann viel zu verdanken. Wir verlieren mit ihm einen exzellenten Kenner der Branche, der mit seinem tiefen technischen Verständnis für uns alle eine große Bereicherung und ein Vorbild war. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau und den Angehörigen?, erklärt Dr. Thilo Wagner, Geschäftsführer Produktentwicklung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DAT in In- und Ausland.

https://www.dat.denews-550.atomVortrag auf der IAA Nutzfahrzeuge-2018-10-12T09:54:01+00:002018-10-12T10:03:21+00:00DAT war zusätzlich zum Messestand auch beim Fachkongress "Financial Services im Nutzfahrzeuggeschäft" auf der IAA Nutzfahrzeuge engagiert

Die DAT war mit zwei Kollegen auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vor Ort. Sehr positiv waren die zahlreichen Anfragen von Sachverständigen, die sich für die Bewertung von Nutzfahrzeugen in SilverDAT 3 und für die Lösungen von OnREX im Bereich der Reparaturkostenkalkulation und Schadenmanagement interessiert hatten.

Ebenfalls auf der IAA Nutzfahrzeuge konnten sich die Besucher auf dem Fachkongress "Financial Services im Nutzfahrzeuggeschäft" über aktuelle Trends informieren. Veranstalter war der Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA), Banken der Automobilwirtschaft (BDA) und die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT). In einem Vortrag berichtete Dr. Martin Endlein über eine spezielle Datenbankauswertung zur Durchdringung von Assistenz- und Sicherheitssystemen bei Transportern.

Die Analyse zeigte, dass bereits in den 1930er Jahren die Nutzfahrzeuge bei sicherheitsrelevanten Merkmalen hinter den Pkw lagen und erst in den letzten Jahren die Nutzfahrzeuge deutlich aufgeholt haben.

https://www.dat.denews-549.atomGebrauchtwagenmarkt im September-2018-10-08T11:56:15+00:002018-11-07T12:07:35+00:00Zahlen des Automobilmarkts zeigen deutlich, welche Auswirkungen die WLTP-Aktivitäten aus den Vormonaten haben

Die Zahlen des Automobilmarkts im September zeigen deutlich, welche Auswirkungen die WLTP-Aktivitäten aus den Vormonaten haben. Die Neuwagenzahlen sind erwartungsgemäß eingebrochen: Minus 36,7 Prozent gegenüber Vormonat und Minus 30,5 Prozent gegenüber Vorjahresmonat. Immerhin liegt der Neuwagenmarkt aufgrund der starken Vormonate kumuliert noch 2,4 Prozent im Plus. Der Gebrauchtwagenmarkt ist zwar auch rückläufig, aber längst nicht so deutlich: 575.990 Besitzumschreibungen im September bedeuten Minus 9,1 Prozent gegenüber Vormonat und Minus 2,0 Prozent gegenüber Vorjahresmonat. Seit Anfang des Jahres wurden 5.468.346 Gebrauchtwagen verkauft, das sind ? verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ? nur 1,5 Prozent weniger. Damit zeigt sich erneut, dass der GW-Markt trotz attraktiver Neuwagenprämien und Vorzieheffekten nicht solch starken Schwankungen unterliegt.

Hinzu kommt: Seit Jahresbeginn ist laut KBA die Nachfrage nach Diesel-Gebrauchtwagen mit rund 200.000 Einheiten pro Monat relativ stabil. Auffällig hierbei: Erstmals wurden im August die Euro-6-Diesel mengen- und anteilsmäßig am häufigsten gehandelt (71.636 Einheiten; 36 Prozent), am wenigsten die gebrauchten Euro-5-Diesel (58.630 Einheiten; 29 Prozent).

Dass der Diesel weiterhin gefragt ist, zeigt sich im aktuellen DAT Diesel-Barometer. Für den Weg zur Arbeit werden von den befragten Kaufplanern im Schnitt täglich 37 km zurückgelegt, Dieselfahrer kommen auf 45 km, Benzinfahrer auf 33 km. Neben dem generellen Bedarf an Diesel-Pkw ist auch die Attraktivität des Selbstzünders gestiegen. Seit der Befragung im Juni würden mehr Endverbraucher einen Diesel der neuesten Generation Euro 6d-TEMP in Betracht ziehen (35 Prozent; unter den Dieselfahrern 59 Prozent). Sollten Fahrverbote vom Tisch sein, würden sich 32 Prozent aller Befragten und 56 Prozent aller befragten Dieselfahrer (wieder) für einen Diesel entscheiden. Konkret gefragt nach der Motorart beim nächsten Autokauf würden sich aktuell 15 Prozent (März: 11 Prozent) für einen Diesel entscheiden (Diesel-Fahrer zu 40 Prozent [März: 29 Prozent]). Ihren Pkw-Kauf haben nur 34 Prozent verschoben, 58 Prozent tun das nicht. Sollte eine technische Nachrüstung möglich sein, würden sich Dieselfahrer zu 38 Prozent finanziell daran beteiligen (Juni: 41 Prozent). Top-1-Grund bleibt die Umgehung der Fahrverbote. Was die Gebrauchtwagenwerte betrifft, so verlaufen Benzin und Diesel-Pkw parallel ohne Einbrüche. Der Handel hatte im August wieder etwas längere Standzeiten: Gebrauchte Diesel-Pkw stehen 103, Benziner 80 Tage bis zum Verkauf.

https://www.dat.denews-545.atomDAT Diesel-Barometer® September 2018-2018-09-26T07:32:44+00:002018-10-19T14:17:22+00:00DAT Diesel-Barometer zeigt gestiegene Akzeptanz von Diesel-Pkw
  • Stabile Nachfrage nach gebrauchten DieselPkw
  • Erstmals mehr gebrauchte Euro6-Diesel-Pkw verkauft als Euro 4 und niedriger
  • Dieselfahrer pendeln 45 km pro Tag, Benzinfahrer nur 33 km
  • Über ein Drittel würde Euro6d-temp-Pkw kaufen
  • DieselKaufabsicht als ?wahrscheinlichste Motorart? deutlich gestiegen
  • Ein Drittel der Autokaufplaner zögert den Kauf hinaus, v.a. wegen der Diskussion um Fahrverbote
  • Knapp 40 Prozent würden sich finanziell an einer technischen Nachrüstung beteiligen
  • Gebrauchtfahrzeugwerte verlaufen saisonal üblich
  • Diesel und Benzin-Gebrauchtwagen stehen beim Handel wieder etwas länger

Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) hat das aktuelle DAT Diesel-Barometer® veröffentlicht. Themenschwerpunkt ist eine repräsentative Befragung von Autokaufplanern durch das Marktforschungsinstitut GfK sowie eine Analyse der KBA- und DAT-Datenbanken.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

  1. Diesel-Gebrauchtwagen weiter gefragt: Im August wurden laut KBA-Informationen 200.208 Diesel-Gebrauchtwagen gehandelt, das sind knapp 6% mehr als im August 2017. Im Vergleich zum Juli 2018 (205.438 Einheiten) liegt der Wert rund 2,6% darunter. Gebrauchte Benziner sind ebenfalls weiter sehr gefragt.
     
  2. Gebrauchte Euro-6-Diesel an der Spitze: Erstmals wurden mehr Euro-6-Dieselgebrauchtwagen verkauft als Euro-1-bis-4-Diesel-Pkw. Den geringsten Anteil an den Besitzumschreibungen im August hatten die Euro-5-Dieselgebrauchtwagen.
     
  3. Dieselfahrer legen 45 km pro Tag zurück: Von allen Befragten nutzen 67% ihren Pkw für den Arbeitsweg. Im Schnitt werden 37 km pro Tag zurückgelegt, Dieselfahrer liegen mit 45 km deutlich darüber, Benzinfahrer mit 33 km deutlich darunter.
     
  4. Moderne Euro-6d-TEMP-Diesel-Pkw bleiben attraktiv: 35% aller Befragten würden sich für einen modernen Euro-6d-TEMP-Diesel entscheiden. Generell wäre die Akzeptanz eines Diesel-Pkw deutlich höher, wenn Fahrverbote vom Tisch wären.
     
  5. Akzeptanz von Diesel-Pkw gestiegen: Auf die Frage, was die wahrscheinlichste Motorart beim nächsten Kauf sein wird, haben 15% aller Befragten den Diesel angegeben. Im Vergleich zu den Antworten vor einem halben Jahr ist das eine Steigerung um 4 Prozentpunkte. Unter den Dieselfahrern würden sich 40% wieder für einen Diesel entscheiden ? eine deutliche Steigerung um 11 Prozentpunkte.
     
  6. Ein Drittel der Kaufplaner zögert: 34% derjenigen, die aktuell einen Fahrzeugkauf planen, zögern die Kaufentscheidung hinaus. Hauptgrund ist die Diskussion um Fahrverbote.
     
  7. Knapp 40% würden sich an technischer Nachrüstung finanziell beteiligen: ?Ich wäre bereit, mich an einer technischen Nachrüstung meines aktuellen Diesels finanziell zu beteiligen, wenn ich damit Fahrverbote umgehen kann.? Dieser Aussage stimmten 38% aller befragten Dieselfahrer zu. Hauptgrund sind Fahrverbote, gefolgt von Werterhalt und der Tatsache, sich nicht von seinem Fahrzeug trennen zu müssen.
     
  8. Keine Einbrüche bei Gebrauchtfahrzeugwerten: Die Entwicklung der Werte von dreijährigen Gebrauchtwagen zeigt keine außergewöhnlichen Auffälligkeiten. Mit 52,5% des ehemaligen Listenneupreises im August 2018 bleiben die Werte zwar unter Vorjahr, aber sie zeigen keine weitere Abweichung nach unten. Wegen der in manchen Regionen allerdings weiter stark angespannten Diesel-Situation sind regional hohe Abweichungen bei den Gebrauchtwagen-Verkaufspreisen je nach Fabrikat möglich. Die hier dargestellten Werte zeigen den markenübergreifenden Bundesdurchschnitt. Benziner verlaufen parallel zu den Dieseln, die Schere geht nicht weiter auseinander.
     
  9. Gebrauchtwagen stehen fünf Tage länger beim Handel als im Vormonat: Mit 103 Tagen bei Diesel- und 80 Tagen bei Benzingebrauchtwagen hat der Automobilhandel wieder mit etwas längeren Standzeiten zu kämpfen. Dort ist die Situation weiterhin angespannt.


Jens Nietzschmann, DAT-Geschäftsführer: ?Die aktuelle Befragung von Endverbrauchern vor der Kaufentscheidung zeigt: Pkw mit Dieselmotor haben wieder an Attraktivität gewonnen, und die Wogen glätten sich langsam. Nun hört man aus dem Verkehrsministerium, dass neben neuen Wechselprämien auch ernsthaft über eine technische Nachrüstung von Euro-5-Dieseln diskutiert wird. Der Plan ist, die Halter an den Kosten zu beteiligen. Dazu wären 38% sogar bereit - offen bleibt allerdings in welcher Höhe. Es bleibt zu hoffen, dass diese Entscheidungen nicht zu noch mehr Verwirrung, sondern zu mehr Rationalität und einer langfristigen Lösung führen.?

https://www.dat.denews-541.atomSieben Fakten rund um Reifen-2018-09-19T09:08:02+00:002018-11-07T14:55:47+00:00Auswertung aus dem DAT-Report 2018 im Vorfeld der Reifensaison.

Wie verhalten sich Endkunden beim Thema Reifen? Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) hat die Daten aus dem DAT-Report 2018 im Vorfeld der Radwechselsaison genauer unter die Lupe genommen. Generell kann festgestellt werden, dass vielen Autofahrern das Herumwuchten der immer schwereren Autoräder zu umständlich wurde und sie nach einer Lösung suchten. Tatsächlich ist es der Kfz-Branche gelungen, die Einlagerung der jeweils ungenutzten Radsätze der Kundenfahrzeuge während der Sommer- und Wintersaison auszubauen und mit vielen Kunden mindestens zwei feste Kontakte im Jahr zu haben. Es ist allerdings ein Unterschied, ob der Pkw-Halter in einer Groß- oder Kleinstadt lebt, da häufig die Platzverhältnisse in Großstadtwohnungen ein eigenes Einlagern erschweren.

 

  1. Wo wird gewechselt? Von allen repräsentativ befragten Endverbrauchern lassen 23 Prozent den Radwechsel in einer Markenwerkstatt durchführen, 25 Prozent in einer freien Werkstatt. 13 Prozent der Autofahrer suchen für den Radwechsel einen Reifenfachbetrieb bzw. einen Reifenhändler auf.
     
  2. Wer wechselt selbst? Beachtliche 39 Prozent der Autofahrer führen den Radwechsel selbst oder mit Hilfe von Bekannten durch. In der Altersgruppe bis 29 Jahre liegt dieser Anteil bei 65 Prozent, bei der Altersgruppe 60+ nur bei 26 Prozent. Interessant ist, dass Pkw-Halter einer Kleinstadt unter 20.000 Einwohnern zu 48 Prozent in Eigenregie wechseln, während Großstädter (in Städten über 500.000 Einwohner) nur zu 24 Prozent selbst den Wechsel vollziehen.
     
  3. Wer lässt wechseln und einlagern? 59 Prozent derjenigen, welche die Räder in einer Werkstatt wechseln lassen, lassen die Räder dort auch einlagern.  Auch hier sind die Großstädter mit 63 Prozent deutlich vorn. Pkw-Halter in Kleinstädten nutzen dieses Angebot nur zu 54 Prozent. Was die Kosten pro Einlagerung inkl. Montieren betrifft, so gaben das die Befragten mit durchschnittlich 62 Euro an.
     
  4. Wer nutzt Ganzjahresreifen? Einigen Autofahrern ist der Aufwand für den saisonalen Räderwechsel zu hoch. So nutzen durchschnittlich 14 Prozent der Autofahrer Ganzjahresreifen. Aus der Altersgruppe der bis zu 29 Jahre alten Autofahrer nutzen nur 9 Prozent Ganzjahresreifen, während die Altersgruppe 60+ zu 16 Prozent auf Ganzjahresreifen unterwegs ist.
     
  5. Wann werden Reifen erneuert? Durchschnittlich nach 43.000 km Fahrleistung lässt ein privater Autokäufer die Reifen auf seinem Fahrzeug durch neue Reifen ersetzen, allerdings hat über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) auf die Frage ?Wie viele Kilometer können Sie in der Regel mit einem Satz Sommerreifen (oder Ganzjahresreifen) fahren bzw. nach welcher Kilometerleistung müssen Sie diese durch neue Reifen ersetzen?? keine Antwort. Fragt man nach dem Zeitraum, wird ein Zeitraum von vier Jahren angegeben ? allerdings wissen auch hier über die Hälfte (51 Prozent) nicht, wann der passende Zeitpunkt ist. Fragt man nach der Profiltiefe, so wird im Schnitt bei 2,6mm gewechselt. 39 Prozent der Befragten haben dazu keine Antwort.
     
  6. Wo werden Reifen gekauft? Bei den Einkaufsorten für Reifen konnten die Befragten aus mehreren Antwortmöglichkeiten wählen. Der örtliche Reifenhandel sicherte sich mit 33 Prozent bei allen privaten Autofahrern den größten Anteil. Markenwerkstätten kommen auf 24 Prozent, freie Werkstätten auf 21 und Systemanbieter auf 11 Prozent. Immerhin 23 Prozent aller Befragten bestellen ihre Reifen im Internet. Dabei überrascht es nicht, dass die Gruppe der bis 29 Jahre alten Autofahrer ihre Reifen zu 38 Prozent über das Internet bezieht und nur 12 Prozent der Altersgruppe 60+.
     
  7. Welche Rolle spielt die Reifenmarke? Gefragt danach, wie stark man grundsätzlich auf eine Bestimmte Marke beim Reifenkauf achtet, zeigte sich, dass nur 45 Prozent sehr stark darauf achten. 26 Prozent gaben zu Protokoll, dass dieses Thema nur wenig bis überhaupt keine Relevanz habe. Fahrer von SUVs und Mittelklassefahrzeugen, die in der Regel eine höhere Laufleistung pro Jahr erbringen, achten mit 49 bzw. 55 Prozent deutlich mehr auf die Reifenmarke als der Durchschnitt.
     

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Über den DAT-Report

Der DAT-Report erscheint seit 1974 und ist seitdem die verlässliche, neutrale Quelle für Informationen rund um den Gebrauchtwagen- und Neuwagenkauf sowie das Werkstattgeschäft. Er gilt als Standardwerk der Automobilbranche und gibt Jahr für Jahr in einer einzigartigen Form exakte Auskünfte über die automobilen Befindlichkeiten in Deutschland. Seit es den DAT-Report gibt, wird das Marktverhalten deutscher Autofahrer transparent und greifbar. Deshalb hat sich diese umfangreiche Studie bereits seit über vier Jahrzehnten als wichtiges Instrument zur strategischen Planung in der Automobilwirtschaft etabliert. Basis für den DAT-Report ist stets eine repräsentative Befragung von Endverbrauchern, die von einem neutralen Marktforschungsinstitut im Auftrag der DAT vorgenommen wird.

Für den DAT-Report 2018 wurden durch das Marktforschungsinstitut GfK insgesamt 3.979 Privatpersonen zum Autokauf und zum Werkstattverhalten durchgeführt. Für den Pkw-Kauf waren es 2.563 Personen (Befragung durch Face-to-Face-Interviews); Bedingung: Der Pkw-Kauf musste im Zeitraum März bis Juni 2017 stattgefunden haben. Der Befragungszeitraum erfolgte von Juli bis Oktober 2017. Für den Reparatur- und Wartungsbereich wurden 1.416 Autofahrer / Pkw-Halter befragt (Befragung durch Fragebogenversand per Post). Der Befragungszeitraum dauerte von Oktober bis November 2017.

https://www.dat.denews-540.atomDAT auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018-2018-09-19T06:54:08+00:002018-09-27T16:58:52+00:00In Halle 13, Stand B84 präsentiert die DAT vom 20.-27.09. Daten und Dienstleistungen rund um das Nutzfahrzeuggeschäft.

Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) ist auch in diesem Jahr wieder auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vertreten.

In Halle 13, Stand B84 können sich Interessenten über die Produkte und Dienstleistungen der DAT im Bereich Nutzfahrzeuge informieren. Die DAT beliefert den Markt seit fast 90 Jahren mit Fahrzeugdaten, darunter auch Transporter und schwere Nutzfahrzeuge. Auf Basis dieser Daten können mit IT-Systemen der DAT Reparaturkostenkalkulationen und Fahrzeugbewertungen durchgeführt werden.

Zusätzlich bietet die DAT ein bundesweites Netz von über 250 Sachverständigenbüros, von denen über 100 Standorte einen Nutzfahrzeugschwerpunkt haben.

Am 24. September 2018 findet im Rahmen der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover die Fachveranstaltung ?Financial Services im Nutzfahrzeuggeschäft? statt. Für Besucher der IAA ist die Veranstaltung kostenfrei. Der VDA hat gemeinsam mit den Banken der Automobilwirtschaft (BDA) und der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) ein interessantes Themenspektrum rund um dieses wichtige Thema zusammengestellt. Jens Nietzschmann, DAT-Geschäftsführer, wird in einem Fachvortrag erstmals eine Auswertung umfangreicher Datenbanken zu Ausstattungsmerkmalen von Transportern präsentieren.

Alle Informationen zum Programm inkl. Anmeldung finden Sie hier: https://www.iaa.de//iaa/programm/fachveranstaltungen/#/veranstaltung/financial-services-im-nutzfahrzeuggeschft/1067

https://www.dat.denews-539.atomGebrauchtwagenmarkt im August 2018-2018-09-18T14:48:30+00:002018-10-08T14:06:33+00:00Die WLTP-Welle sorgt für Sondereffekte im Markt

Der Automobilmarkt im August dürfte in die Geschichte eingehen: 24,7 Prozent mehr Neuzulassungen als im Vorjahresmonat, kumuliert 6,4 Prozent mehr Wachstum als im Vergleichszeitraum 2017. Und der GW-Markt? Verhält sich stabil mit 633.533 Besitzumschreibungen, das ist in etwa auf Vorjahresniveau (-0,3 Prozent) und etwas mehr als noch im Juli 2018 (+1,5 Prozent). Kumuliert liegt der Gebrauchtwagenmarkt mit knapp unter 5 Mio. Einheiten (4.892.356 Besitzumschreibungen) 1,5 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Die Aktivitäten rund um die WLTP-Verordnung haben dazu geführt, dass noch vor dem 1. September große Mengen an Neuwagen mit Zertifizierung nach dem alten NEFZ-Verfahren zugelassen wurden. Solche Sondereffekte wirken sich immer auf den Gebrauchtwagenmarkt aus ? allerdings mit zeitlicher Verzögerung. Wir beobachten, dass die Gebrauchtfahrzeugwerte bei Benzinern und Dieseln trotz anhaltender Diskussion stabil bleiben, d.h. die bundesdurchschnittlichen Verläufe dreijähriger Gebrauchter bewegen sich im normalen Bereich. Die Nachfrage nach jungen Gebrauchtwagen durch die Nichtverfügbarkeit von Neuwagen wird in den kommenden Monaten ansteigen.

Für den Handel gilt, dass innerhalb der 30 Tage, die ein Interessent für die Informationssuche bis zum Autokauf benötigt, alle Online- und Offline-Touchpoints professionell bedient werden müssen. Die  Rolle des Handels hat sich hierbei insbesondere für die Bestandskunden deutlich gesteigert: 23 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer informierten sich vor dem Kauf laut DAT-Report 1974 bei dem Händler, bei dem sie auch ihren Kundendienst machen lassen. Dies hat sich rund 40 Jahre später auf 42 Prozent erhöht. Die Qualität der eigenen Kundendaten inklusive deren Servicehistorie ist somit essentiell wichtig.

Für alle Interessenten gilt: Jeder fünfte Gebrauchtwagenkäufer hat aufgrund seiner Recherchen im Internet den Händler gewechselt. Eine schnelle Reaktionszeit auf Anfragen ist für 88 Prozent aller Käufer sehr wichtig bzw. wichtig. Deutlich darüber liegen allerdings die Punkte ?Bedarfsgerechte Beratung?, die Preiswürdigkeit und der Zustand der Gebrauchtwagen sowie die Informationsmöglichkeiten vor Ort. Die Nähe des Händlers zum eigenen Wohnort rangiert dagegen nicht in den Top-10-Kriterien. Nicht zu unterschätzen ist allerdings die Möglichkeit zur Probefahrt, die von 94 Prozent aller Gebrauchtwagenkäufer als sehr wichtig / wichtig gesehen wird. Wenn diese professionell und strukturiert durchgeführt wird, stehen die Chancen sehr gut, den Interessenten auch zum Kunden zu machen.