Gebrauchtwagenmarkt im Februar 2026

Der Gebrauchtwagenmarkt hat sich im Februar sehr verhalten gezeigt. An 20 Arbeitstagen wurden 500.119 Besitzumschreibungen vom KBA gezählt. Das sind 0,8 Prozent weniger als im Januar und 3,5 Prozent weniger als im Februar 2025.

Kumuliert wechselten 1.004.289 Einheiten den Besitzer. Das sind 7,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Kunden warten weiter ab mit ihrem Autokauf. Im Februar setzt sich das fort, was Ende 2025 schon abzusehen war. Gekauft wird nur, wenn es absolut notwendig ist. Und so hat der Markt nur ganz knapp in den ersten beiden Monaten des Jahres die erste Million an Besitzumschreibungen geschafft.

Was im Zuge der Kaufzurückhaltung ein weiterer wichtiger Faktor ist: die unsichere Weltlage mit den aktuell spürbaren Auswirkungen an der Zapfsäule. Fast 50 Prozent aller Pkw-Halter hatten im vergangenen Jahr schon die Befürchtung geäußert, sie könnten sich bald ihr eigenes Auto nicht mehr leisten. Und nun? Werden es sicherlich mehr werden. Denn durch die kriegerischen Aktivitäten im Nahen Osten sind die Kraftstoffpreise deutlich über zwei Euro gestiegen. Mit den entsprechenden Konsequenzen für den privaten Halter und die private Halterin: Die Fahrt zur Arbeit, verbunden mit eventuell noch anfallenden Parkgebühren wird ein teures Unterfangen. Und viele können eben arbeitszeiten- oder wohnortbedingt nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

Dem Gebrauchtwagenmarkt als Anbieter bezahlbarer Mobilität kommt somit eine weiter wachsende und wichtige Rolle zu: Fahrzeuge auch für ein schmales Budget anzubieten und der Garant zu bleiben, diese Fahrzeuge auch über ein entsprechendes Serviceangebot fahrbereit zu halten.  

Hier sind in hohem Maße die Gebrauchtwagen-Einkäufer gefragt. Sie müssen es schaffen, zusätzlich zu den jungen (unvermeidbaren) Leasingrückläufern auch ältere Gebrauchte mit höherer Laufleistung und mehr als einem Vorbesitzer ins Sortiment zu holen. Die Frage wird nämlich sein, ob die Menschen, die im Schnitt einen neun Jahre alten Verbrenner fahren, sich wegen der hohen Kraftstoffpreise nach einem E-Auto umsehen. Wir befürchten, dass durch das erst im Mai verfügbare Antragsverfahren, durch offene Fragen zu Förderberechtigung oder Nachweisen die private Nachfrage nach E-Autos noch nicht zündet. Da hilft auch keine Prämie, gepaart mit Herstellerrabatten.