Gebrauchtwagenmarkt im Dezember 2025

Der Gebrauchtwagenmarkt 2025 verzeichnete nach Informationen des Kraftfahrt-Bundesamtes 6.512.427 Besitzumschreibungen. Er liegt mit +0,5 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau.

Alleine im Dezember wechselten 485.953 Gebrauchtwagen den Besitzer. Das sind 5,8 Prozent weniger als im November 2025, aber immerhin 8,8 Prozent mehr als noch im Dezember 2024.

Der Gebrauchtwagenmarkt bleibt bei weiterhin hoher Nachfrage nach individueller Mobilität und einem stark gealterten Fahrzeugbestand weiterhin die Anlaufstelle für bezahlbare Mobilität. Das ist seit vielen Jahren so, und auch die 6,5 Mio. Einheiten 2025 bewegen sich nahezu exakt auf dem Vorjahresniveau. Same procedure as last year? Es hat sich augenscheinlich nichts verändert. Im Detail allerdings wird deutlich: Für viele Endverbraucher war 2025 das Jahr, in dem ein weiteres Aufschieben des Autokaufs nicht mehr möglich war und sie sich von ihrem bisherigen Fahrzeug trennen mussten. Hohe anstehende Reparaturkosten waren der wichtigste Anschaffungsgrund für Gebrauchtwagenkäufer – so hat es der aktuelle DAT Report ermittelt.

Zudem haben auch mehr Endverbraucher statt eines geplanten Neuwagens dann doch einen Gebrauchtwagen gekauft. Die Auswahl an jungen Fahrzeugen war 2025 so groß wie zuletzt vor der Chipkrise und vor der Mangellage durch Corona.

Allerdings sind in diesem Kontext zwei Tendenzen des Gebrauchtwagenmarktes 2025 auffällig: Erstens, das Preisniveau war 2025 weiterhin sehr hoch. Gerade beim Markenhandel mussten die Endverbraucher deutlich über 20.000 Euro für ihren Pkw bezahlen. Daher orientierten sich viele beim freien Handel, der zwar deutlich ältere Fahrzeuge mit höherer Laufleistung im Angebot hatte, aber viele Haushalte konnten oder wollten die hohen Preise beim Markenhandel nicht bezahlen und nahmen ein höheres Fahrzeugalter und / oder eine höhere Laufleistung in Kauf. Kein Wunder also, dass der freie Handel an Bedeutung gewonnen hat. 

Zweitens: Der Markt für gebrauchte BEV nimmt sichtbar an Fahrt auf. Zum Redaktionsschluss lagen die finalen KBA-Zahlen für die BEV-Besitzumschreibungen noch nicht vor, aber bereits im November waren es über 210.000 Einheiten seit Jahresbeginn. Das sind nach wie vor nur etwas über drei Prozent aller Besitzumschreibungen, aber es sind mehr als in den Jahren zuvor – und es sind mehr als die privat erworbenen neuen BEV. Dieser Aspekt ist sehr beachtlich, da offenbar bei vielen BEV-Interessenten der Weg dann über den Gebraucht- und nicht über den Neuwagenmarkt geht.