Digitalfotos ersetzen keinen Gutachter

Die DAT auf dem 33. BVSK-Sachverständigentag in Potsdam

Auf dem 33. Kfz-Sachverständigentag des BVSK in Potsdam stellte DAT-Pressechef Dr. Martin Endlein die Ergebnisse einer DAT-Newsletter-Umfrage aus dem Frühjahr vor.

Anhand von selbst erstellten Fotos eines Unfallschadens an einem VW Golf VII hatten wir um die Einschätzung der Schadenshöhe gebeten. Die Schätzungen der Newsletter-Empfänger, darunter zahlreiche Sachverständige, reichten von 2.750,- Euro bis zu 8.500,- Euro.  

Hintergrund war ein Ergebnis aus dem DAT-Report 2018 zur möglichen Mitwirkung der Fahrzeuglenker bei der Schadendokumentation. Hierbei gaben 47 Prozent der Befragten an, dass sie sich eine Schadendokumentation per Smartphone und Weiterleitung der Daten per App an die Versicherung zutrauten.

Bei den jungen Fahrzeughaltern mit einem Alter bis zu 29 Jahre trauten sich dies 60 Prozent zu. In seinem Gutachten kam der TÜV Nord auf Reparaturkosten in Höhe von 12.545,- Euro. Damit zeigt das Gutachten deutlich die Grenzen der Verwendung von Laien angefertigter Fotos für die Schadendokumentation auf. Viele Newsletter-Empfänger äußerten in ihren Zuschriften Skepsis über die Verwendbarkeit der Fotos.

Auch Profis konnten anhand der Fotos den Schaden nicht richtig beurteilen. Oft wurde das Fehlen von Fotos des Fahrzeugbodens und von Detailfotos bemängelt. Dr. Endlein kam in seinem Vortrag daher zu dem Resümee, dass Bilder einen Gutachter niemals ersetzen können.

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