Fünf Fakten zu Beziehung und Einstellung von Frauen zum Autokauf

Thema des Monats März

Thema des Monats März: Frauen beim Autokauf: Worauf legen Sie wert? Was ist wichtig? Was weniger?
  • Positive Einstellung zum eigenen Pkw und hoher Mobilitätsbedarf
  • Probefahrt und der Kontakt zum Händler bei Autokauf besonders wichtig
  • Aufgeschlossenheit gegenüber chinesischen Marken
  • Erfahrung mit E-Autos ausbaufähig
  • Zurückhaltung bei Umstiegsplänen auf E-Autos 


Ostfildern, 6. März 2026 – Unter allen privaten Pkw-Haltern in Deutsch­land sind 40% Frauen.

Detaillierte Ein­blicke, welche Ein­stellung bzw. Beziehung Frauen zu ihrem Auto haben und wie Frauen ihre Kauf­ent­schei­dungen treffen, geben die reprä­sen­ta­tiven Daten des aktuellen DAT Reports 2026.

Eine Sonderauswertung der Befragung ergab fünf zentrale Aspekte, die die Ein­stellungen und Bedürf­nisse der Pkw-Halterinnen und Neu­wagen­käufer­innen zeigen.

  1. Positive Einstellung zum Auto: Die Einstellung von Frauen zum Auto ist generell sehr positiv, denn rund 80% aller Pkw-Halterinnern freuen sich jedes Mal, wenn sie ihr Auto sehen. Für die große Mehrzahl der Pkw-Halterinnen ist ein eigenes Auto auch unverzichtbar. Denn 82% von ihnen bestätigen, dass sie ohne ein eigenes Fahrzeug die täglichen Mobili­täts­er­for­der­nisse nicht bewältigen können.

    Bei aller Euphorie hat die Hälfte der Pkw-Halterinnen (50%) jedoch auch Angst, sich aufgrund aktueller Entwicklungen bald kein Auto mehr leisten zu können. Dieser Wert liegt deutlich höher als der generelle Durchschnitt (+6 Pro­zent­punkte).
     
  2. Probefahrt und direkter Kontakt zum Händler wichtig im Kaufprozess: Die Probefahrt ist für Frauen im Kaufprozess eine wichtige Informationsquelle. Insgesamt 85% der Neu­wagen­käufer­innen gaben an, vor dem Kauf eine Probe­fahrt gemacht zu haben. Damit liegt der Wert deutlich über dem Gesamt­durch­schnitt aller Pkw-Halter von 62%.

    Zudem sagten mehr als 90% der Neu­wagen­käufer­innen, dass die Probe­fahrt im Kauf­prozess „wichtig“ oder „sehr wichtig“ gewesen sei. Das erklärt auch die Relevanz des Händler­besuchs, die für Frauen höher ist (63%) als für männliche Pkw-Halter (44%).  Knapp die Hälfte (48%) der Neu­wagen­käuferinnen bestätigte dabei, dass im Kauf­entscheidungs­prozess für sie der Auto-Händler oder die Werkstatt als Info­quelle wichtiger geworden sei. Bei männ­lichen Neu­wagen­käufern war der Wert mit 31% deutlich geringer.
     
  3. Chinesischen Marken gegenüber aufgeschlossen: Frauen zeigen sich chi­ne­si­schen Autos gegenüber aufgeschlossen. Obwohl die Hälfte aller Pkw-Halterinnen noch keine chi­ne­si­schen Autos kennt oder wahr­ge­nommen hat, sind sie einem Kauf generell nicht abgeneigt. Unter den Neu­wagen­käu­ferinnen begrüßen rund 47% sogar den auf­kom­men­den Wettbewerb mit chinesischen Her­stellern. Dieser Wert liegt acht Prozentpunkte über dem Wert männlicher Neu­wagen­käufer und bestätigt die Offen­heit und ihre Annahme, dass der Wett­be­werb den Verbrauchern mehr Aus­wahl­mög­lich­keiten und ggf. Preis­vorteile bietet.
     
  4. Erfahrung mit E-Autos ausbaufähig: Bei der Befragung gaben 23% der privaten Pkw-Halterinnen an, schon einmal ein BEV gefahren zu sein, und 17% haben bereits ein E-Auto selbst geladen. Beide Werte zeigen, dass Pkw-Halterinnen eine deutlich geringere E-Erfahrung im Vergleich zu männlichen Pkw-Haltern haben. Von ihnen ist schon mehr als ein Drittel (35%) ein E-Auto gefahren und 23% haben bereits ein E-Auto geladen.
     
  5. Umstieg auf BEV für Pkw-Halterinnen oft noch nicht vor­stell­bar: Insgesamt 39% der privaten Pkw-Halterinnen können sich nicht vorstellen bzw. lehnen es ab, auf ein reines Elektro­auto umzu­steigen. Der Wert liegt im Vergleich zu männlichen Pkw-Haltern deutlich höher (+8 Prozent­punkte).

    Im Kaufprozess haben mit 37% dennoch mehr Neuwagenkäuferinnen als Neuwagenkäufer (34%) über ein reines E-Auto nachgedacht. Hohe Anschaffungskosten und die Tatsache, nicht zu Hause laden zu können, blieben bei Frauen zentrale Hemmnisse, den Kauf eines E-Autos zu forcieren.

    Interessant sind auch die Aussagen, dass ihnen ein einheitlicher Strompreis wichtiger sei als eine Förderung beim Kaufpreis.

„Der DAT Report 2026 belegt eine überwiegend positive Einstellung von Frauen zum Auto und einen hohen Anspruch auf Mobilität. Für den Handel sehen wir vor allem Aufgaben bei der präzisen Analyse der Bedürfnisse und Einstellungen von Kundinnen, um sie dann mit den für sie relevanten Themen anzusprechen und auf sie angemessen einzugehen“, kommentiert Uta Heller, Autorin des DAT Reports.