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Gebrauchtwagenmarkt im August

Gebrauchtwagenmarkt tritt auf der Stelle

Gebrauchtwagenmarkt im August

Die Situation im Gebrauchtwagenmarkt ist angespannt. Während der Handel mit hohen Standzeiten bei Diesel-Fahrzeuge zu kämpfen hat, vermeldet auch das KBA eine Stagnation bei den Besitzumschreibungen. Kumuliert wurden von Januar bis August 4.965.888 Gebrauchtwagen gehandelt, das sind 0,5 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Alleine im August betrug das Volumen 635.560 Einheiten, auch das ein leichter Rückgang von 0,7 Prozent gegenüber August 2016.

Ein deutlicher Unsicherheitsfaktor, mit dem Handel und Endverbraucher gleichermaßen zu kämpfen haben, sind die weiterhin drohenden Fahrverbote in Innenstädten, die deutlich in der öffentlichen Diskussion präsent sind. Das hat seit Anfang des Jahres Auswirkungen auf die Autokäufer: Knapp ein Drittel der Dieselfahrer, die im Rahmen des DAT Diesel-Barometers befragt wurden, möchte sich wegen dieser Bedrohung von ihrem aktuellen Fahrzeug trennen. Etwas weniger als ein Drittel derjenigen, die kurz vor dem Autokauf stehen, zögert die Kaufentscheidung wegen dieser Thematik hinaus.

Besonders unklar ist die Situation bei Euro-5-Diesel-Fahrzeugen, da hier offen ist, ob es nur ein Softwareupdate oder eine Kombination aus Soft- und Hardwareupdate geben wird. Sie bilden seit Januar 2017 mit Abstand die größte Fahrzeuggruppe (über 480.000 registrierte Besitzumschreibungen bis Juli 2017), kommen oft als Rückläufer aus dem Leasing zurück und müssen teilweise mit hohen Laufleistungen vermarktet werden. Endverbraucher sind bei diesen Pkw nicht mehr bereit, entsprechende Summen zu investieren. Neben den Softwareupdates für diese Motoren, deren Resultate in der Fläche noch nicht vorliegen, locken die Automobilhersteller mit eigenen Prämien für Neufahrzeuge. Diese konkurrieren mit jungen Gebrauchten. Aus dem DAT-Report wissen wir, dass 10 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer auch einen Neuwagen in Erwägung gezogen haben. Von allen Neuwagenkäufern haben immerhin 22 Prozent überlegt, auch einen Gebrauchtwagen zu kaufen. Prämien bringen ein solches Gefüge durcheinander. Die Kaufplaner, die aktuell für das DAT Diesel-Barometer befragt werden, würden sich zu 51 Prozent für einen Neuwagen entscheiden, zu 20 Prozent für einen jungen Gebrauchten, zu 14 Prozent für einen GW älter als 12 Monate und 15 Prozent sind sich unschlüssig.

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