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Highlights aus dem DAT-Report 2015

Highlights aus dem DAT-Report 2015

Ostfildern/Berlin (30. Januar 2015) ‚Äď Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) hat am 30. Januar 2015 in Berlin die Highlights aus dem aktuellen DAT-Report 2015 pr√§sentiert. So fr√ľh wie noch nie zuvor in der 41-j√§hrigen Geschichte des DAT-Reports wurde das Standardwerk der Automobilbranche vorgestellt. Die Veranstaltung in Berlin mit rund 150 Branchenvertretern war damit der Kick-off f√ľr das Jahr 2015.

Die Teilnehmer der Veranstaltung erlebten ein Impulsreferat zur aktuellen Lage der Branche, die Präsentation der wichtigsten Ergebnisse aus dem Report, eine Podiumsdiskussionen mit hohen Vertretern der Branche zu den Inhalten des DAT-Reports sowie einen Ausblick auf das Jahr 2015.

 

Ausgewählte Highlights aus dem DAT-Report 2015

1.       H√∂here Investition in den Autokauf. Der Durchschnittspreis eines Gebrauchtwagens ist von 9.420 Euro auf 9.870 Euro gestiegen. Beim Markenhandel wurden 14.280 Euro (2013: 13.510 Euro), beim freien Handel 8.940 Euro (2013: 8.510 Euro) bezahlt. Auf dem Privatmarkt waren es 6.200 Euro. Mit ein Grund f√ľr den h√∂heren Durchschnittspreis: 11 % aller Gebrauchten waren Jahreswagen. F√ľr einen Neuwagen wurden im Vergleich zum Vorjahr 1.300 Euro mehr investiert ‚Äď ein neuer Pkw kostete damit im Schnitt 28.330 Euro.

2.       Markenhandel gewann Anteile beim Gebrauchtwagenverkauf. Der Markenhandel hat deutlich mehr Gebrauchtwagen verkauft als im Vorjahr. Sein Anteil am Gesamtmarkt erreichte 38 % (2013: 33 %), der Privatmarkt rutschte von 43 % auf 41 %, der freie Handel von 24 % auf 21 %. 80 % der Gebrauchtwagen beim Markenhandel wurden mit Garantie verkauft, beim freien Handel  55 %, auf dem Privatmarkt waren es nur 5 %. Besonders auff√§llig: Der Markenhandel verkaufte wieder mehr ‚Äětypische‚Äú Gebrauchtwagen im Alterssegment von drei bis sechs Jahren. Dort ist der Marktanteil des Markenhandels von 28 % auf 40 % gestiegen. Der freie Handel musste sechs Prozentpunkte abgeben und kam auf 21 %. Der Privatmarkt verlor von 45 % auf 39 %.

3.       Mehr Neuwagen √ľbers Internet gekauft. √úber sogenannte Neuwagenportale wurden 2014 9 % aller Neuwagen gekauft, das ist eine Steigerung um zwei Prozentpunkte gegen√ľber dem Vorjahr. Besonders die K√§ufer bis 29 Jahre lagen mit 16 % an der Spitze.

4.       Kaufen und Anbieten auf Online-Gebrauchtwagenb√∂rsen. Das Angebot an Gebrauchtwagen im Internet war 2014 extrem vielf√§ltig. Vertreter der Generation 50 plus, die sich vor dem Kauf online informiert haben, besuchten zu rekordverd√§chtigen 91 % Online-Inserate auf Gebrauchtwagenb√∂rsen. Die Unter-30-J√§hrigen suchten dort zu 93 % ihren Wunschwagen. Das online favorisierte Fahrzeug wurde allerdings nur zu 26 % tats√§chlich vor Ort gekauft, meist entschieden sich die Interessenten dann doch f√ľr eine andere Marke/Modell. Anders herum betrachtet, waren offenbar immer weniger Endverbraucher motiviert, ihren Vorwagen auf einer Online-Plattform anzubieten. Nur 20 % der Vorwagen der Gebrauchtwagenk√§ufer und nur noch 13 % der Vorwagen von Neuwagenk√§ufern wurden √ľberhaupt online auf einer Gebrauchtwagenb√∂rse angeboten.

5.       Bedeutung von Social Media-Plattformen beim Gebrauchtwagenkauf leicht gestiegen. Gebrauchtwagenk√§ufer informierten sich zu 7 % auf Social Media-Plattformen, ein Anstieg um zwei Prozentpunkte gegen√ľber dem Vorjahr. An der Spitze der Informationsquellen liegen nach wie vor Online-Inserate und ‚Äď gleichauf ‚Äď die Gespr√§che mit Bekannten und Kollegen.

6.       Das Vertrauen in den Tachostand war gut. Nur 2 % aller Gebrauchtwagenk√§ufer hatten ernste Zweifel am Tachostand ihres Fahrzeugs beim Kauf. 43 % schlossen eine Manipulation aus, weil sie z.B. das Serviceheft haben √ľberpr√ľfen lassen, 55 % konnten eine Manipulation zwar nicht ausschlie√üen, aber sie vertrauten dem H√§ndler bzw. Verk√§ufer.

7.       Weniger Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Pkw. Die Anzahl der Wartungen und Reparaturen pro Pkw ist erneut gesunken. Nur 0,83 Wartungen und 0,55 Reparaturen pro Pkw ist ein erneuter R√ľckgang. 60 % aller Wartungsarbeiten und 44 % aller Reparaturarbeiten wurden in einer Markenwerkstatt gemacht. Die durchschnittlichen Kosten f√ľr Wartungsarbeiten waren 390 Euro, die f√ľr Reparaturarbeiten 495 Euro.

8.       Markenwerkst√§tten reparierten mehr Unf√§lle. Der Anteil der Markenwerkst√§tten an den Unfallreparaturen betrug 53 % - ein Anstieg von vier Prozentpunkten gegen√ľber dem Vorjahr. Die freien Betriebe kamen auf 44 %. Was die Kosten betrifft, so wurden 21 % der Reparaturen von den Haltern selbst bezahlt, 71 % ganz oder teilweise von einer Versicherung.

9.       Fahrzeugaufbereitung von Neuwagenk√§ufern genutzt. 87 % aller f√ľr den DAT-Report Befragten best√§tigten, dass regelm√§√üige Pflege und Wartung den Wiederverkaufswert eines Automobils erh√∂hen. In der Realit√§t lie√üen allerdings nur 14 % der Neuwagenk√§ufer und 11 % der Gebrauchtwagenk√§ufer, die ihr bisheriges Auto verkauft haben, ihren Pkw vor dem Verkauf professionell aufbereiten. W√§hrend des Autolebens sind es vor allem die Neuwagenk√§ufer (27 %), die gelegentlich die Dienstleistung eines professionellen Aufbereiters in Anspruch nehmen. Anlaufstelle waren vor allem Aufbereitungsbetriebe, aber auch das Autohaus oder die Werkstatt.

10.    Teilehandel im Internet hat zugenommen. 13 % der Autofahrer, die an ihrem Fahrzeug in Eigenregie Reparaturen vornehmen, kauften ihre Teile online. Das ist ein Anstieg um 5 Prozentpunkte gegen√ľber dem Vorjahr. Deutlich wird die Zunahmen im F√ľnf-Jahres-Vergleich: 2009 lag diese Zahl nur bei niedrigen 2 %.

11.    Wunsch nach Online-Buchung von Reparaturen deutlich gestiegen. 28 % aller Autofahrer w√ľrden einen f√§lligen Wartungs- oder Servicetermin verbindlich online buchen. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Notwendige Reparaturarbeiten w√ľrden 23 % der Befragten verbindlich √ľbers Internet buchen ‚Äď ebenfalls eine deutliche Steigerung zum Vorjahr von acht Prozentpunkten.

12.    Homepage der Werkst√§tten wichtige Anlaufstelle. 75 % der Autofahrer, die im Internet nach Informationen zu Werkstattleistungen suchten, nutzten Google oder eine andere Suchmaschine. 40 % informieren sich auf der Homepage der jeweiligen Werkstatt oder des Autohauses √ľber Kosten und Dienstleistungen. Allerdings haben 17 % dort keine passenden Informationen gefunden.

13.    Autozeitschriften wurden gerne gelesen / Testberichte gefragt. 49 % aller M√§nner, die f√ľr den DAT-Report befragt wurden, gaben an, gerne Autozeitschriften zu lesen. Bei den Frauen lag der Wert bei 11 %. Vor dem Kauf haben sich 33 % aller Gebrauchtwagenk√§ufer und 35 % aller Neuwagenk√§ufer anhand von Testberichten in Printmedien informiert. Das ist jeweils eine Steigerung von vier bzw. f√ľnf Prozentpunkten gegen√ľber dem Vorjahr.

 

 

Hinweis f√ľr die Redaktionen

√úber Twitter (www.twitter.com/datgroup) werden u.a. regelm√§√üig Zahlen aus dem Report ver√∂ffentlicht: #datreport, #datreport2015

Einmal im Monat erscheint der DAT-Newsletter u.a. mit weiteren Infos aus dem DAT-Report mit Sonderthemen und R√ľckblenden √ľber mehrere Jahre oder Jahrzehnte. Anmeldung unter www.dat.de/newsletter

Der aktuelle DAT-Report 2015 wurde am 30. Januar 2015 in Berlin pr√§sentiert und liegt anschlie√üend den Fachmedien AUTOHAUS, Automobilwoche, kfz-betrieb und Krafthand bei. Die Auflage betr√§gt erstmals 110.000 Exemplare. Ab dem 4. Februar 2015 wird der DAT-Report als PDF-Datei und als App kostenfrei unter www.dat.de/report und auf den Portalen der Medienpartner zum Download zur Verf√ľgung gestellt. Der neue DAT-Report hat eine ge√§nderte Grundstruktur und ist um zahlreiche Info-Grafiken sowie ‚ÄěDAT-Tipps‚Äú erweitert worden.

Untersuchungsmethode/Befragungszeitraum: F√ľr den DAT-Report 2015 wurde eine repr√§sentative Befragung durch die GfK von insgesamt 4.019 Privatpersonen zum Autokauf und zum Werkstattverhalten durchgef√ľhrt. F√ľr den Pkw-Kauf waren es 2.627 Personen; Bedingung: Der Pkw-Kauf musste im Zeitraum M√§rz bis Juni 2014 stattgefunden haben. Der Befragungszeitraum war Juli bis Oktober 2014. F√ľr den Reparatur- und Wartungsbereich wurden 1.392 Autofahrer befragt. Der Befragungszeitraum war von Oktober bis November 2014.

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