Startschuss zum Bau der Zukunftswerkstatt 4.0 in Esslingen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut kam zum Spatenstich.

  • Spatenstich mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sowie mit hochrangigen Branchenvertretern am 26. Mai 2021 in Esslingen.
  • Die Zukunftswerkstatt 4.0 ist gleichermaßen Innovationsschaufenster und Erprobungsstätte für die Unternehmen des Kfz-Gewerbes.
  • Autohäuser und Kfz-Werkstätten im Mittelpunkt der Zukunftswerkstatt 4.0
  • Die Betreibergesellschaft wird von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU), der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT), und dem das Institut für Automobilwirtschaft (IfA) getragen.
  • Automobilhersteller AUDI, Daimler und Porsche sowie LKQ Europe, T-Systems und der TÜV SÜD sind strategische Partner der Zukunftswerkstatt 4.0.
  • Aktuell zählt das Partnernetzwerk der Zukunftswerkstatt über 70 Unternehmen und Institutionen – weitere 60 potenzielle Partner zeigen Interesse.
  • Eröffnung im Spätsommer 2021 in Esslingen bei Stuttgart.

 

Der Spatenstich durch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut mit Vertretern der Gesellschafter HfWU, DAT und IfA sowie mit strategischen Partnern am 26. Mai 2021 bildet den Startschuss zur Zukunftswerkstatt 4.0. In den nächsten vier Monaten wird das Gebäude auf dem Gelände der BusWorld in Esslingen grundlegend im Außen- und Innenbereich umfangreich umgebaut und modernisiert, um den künftigen Anforderungen der Branche gerecht zu werden. Auf über 450 Quadratmetern entsteht ein Innovationsschaufenster, Versuchslabor und Schulungszentrum für das Kfz-Gewerbe mit zwei voll ausgestatteten Werkstattarbeitsplätzen, einem Showroom-Bereich sowie Seminarräumen. Über 70 Unternehmen und Institutionen zählen bereits zum Partnernetzwerk der Zukunftswerkstatt 4.0, weitere 60 potenzielle Partner zeigen Interesse. Die Eröffnung der Zukunftswerkstatt ist für den Spätsommer geplant.

Die Zukunftswerkstatt 4.0 wurde im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg auf den Weg gebracht und richtet sich ganz gezielt an die Unternehmen des Kfz-Gewerbes. Dabei steht der proaktive Zukunftstransfer im Mittelpunkt. Freie und herstellergebundenen Akteuren werden so künftig praxis- und branchenfokussierte Innovationslösungen an die Hand gegeben, sich intensiv mit dem technologischen Transformationsprozess auseinanderzusetzen und Impulse für die Ausgestaltung der eigenen Tätigkeit in den Betrieben zu nutzen. Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut: „Mit der Zukunftswerkstatt 4.0 schaffen wir für die vielen Kfz-Betriebe im Land eine zentrale und praxisorientierte Anlaufstelle rund um die Themen Elektromobilität und Digitalisierung. Sie wird Innovationsschaufenster, Schulungszentrum und Testlabor für die Technologien, Prozesse und Geschäftsmodelle von morgen und übermorgen sein. Der Technologiewandel wirkt sich auf die gesamte automobilwirtschaftliche Wertschöpfungskette aus. Digitale Informations- und Kommunikationsmedien in der Kundeninteraktion, neue Technologien in der Produktpräsentation, sinkende Umsatzgrößen im Werkstattbereich durch die Elektromobilität, aber auch neue Wertschöpfungspotenziale durch das Connected Car sind nur wenige Beispiele für den hohen Veränderungsdruck “

An dieser Stelle setzt die Zukunftswerkstatt 4.0 an. Konkret werden die Strukturen eines Autohausbetriebs auf über 450 Quadratmetern realitätsgetreu und praxistauglich nachgebildet. Ziel ist es, die Branchenakteure entlang der Kundenprozesse – also der Customer Journeys im Sales und Aftersales – mit Technologien und Systemen von morgen zu konfrontieren. Mit der zusätzlichen Möglichkeit zur Erprobung der Zukunftstechnologien lässt sich eine gezielte Informationsbereitstellung erreichen, um die Innovationslösungen zügig in den Branchenbetrieben umzusetzen. Dazu stehen multifunktionale Räume für vielfältige Nutzungskonzepte – also bspw. für Trainings, Versuchsaufbauten und Seminare – zur Verfügung. 

Die beobachtbare technologische Transformation zwingt nicht nur die Automobilindustrie, sondern gerade die Unternehmen des Kfz-Gewerbes zu massiven Umorientierungen bezüglich ihrer Geschäftsmodelle. Prof. Dr. Stefan Reindl, IfA-Direktor: „Die Zukunftswerkstatt ist deswegen auf Basis der zugrunde gelegten Konzeption praxistauglich und umsetzungsorientiert angelegt, um eine unmittelbare Transformation in den Betrieben des Kfz-Gewerbes zu erreichen. Mit der Zukunftswerkstatt 4.0 leisten die Initiatoren einen Beitrag dazu, die Beschäftigung im Kfz-Gewerbe nachhaltig abzusichern“. Dr. Thilo Wagner, Geschäftsführer der DAT und damit Gesellschaftervertreter sowie strategischer Partner der Zukunftswerkstatt ergänzt: „Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse in den Automobilbetrieben ist bekanntermaßen Gegenstand zahlreicher Vorträge und Beratungsangeboten. Mit der Zukunftswerkstatt 4.0 wollen wir die Praxistauglichkeit des Einsatzes entsprechender Software-Systeme und Komponenten unter Beweis stellen. Als DAT werden wir dabei nicht nur unsere Expertisen in den Bereichen Software und Prozesse einbringen, sondern als neutrale Dateninstanz der automobilen Wirtschaft auch die Rolle eines Multiplikators und Bindeglieds innerhalb der Branche übernehmen.“

„Das Design der Zukunftswerkstatt 4.0 als offene, unternehmensübergreifende Plattform ist in der Branche einzigartig und wird ganz neue Ansätze zur Bewältigung der zukunftsgerichteten Herausforderungen in einem branchenfokussierten Umfeld liefern“, ist sich IfA-Vize Prof. Dr. Benedikt Maier sicher. Bereits heute haben über 70 Unternehmen ihre Zusammenarbeit mit der Zukunftswerkstatt vertraglich zugesichert. Die Zukunftswerkstatt 4.0 freut sich auf weitere Partner, die ihre Technologien präsentieren und/oder das Lab individuell nutzen sowie die Transformation konstruktiv mitgestalten möchten.
Die Fertigstellung und Eröffnung der Zukunftswerkstatt 4.0 ist für Spätsommer 2021 geplant. 


Weitere Informationen unter www.ifa-info.de/zukunftswerkstatt

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