Gebrauchtwagenmarkt im März 2019

Mit 623.749 Besitzumschreibungen im März steigerte sich der Automobilmarkt zum Februar um fast 12 Prozent.

Der Automobilmarkt nimmt saisonbedingt an Fahrt auf. Im März wechselten laut KBA 623.749 Gebrauchtwagen den Besitzer, das entspricht einem Wachstum von 11,8 Prozent gegenüber Februar. Im Vergleich zum März 2018 entwickelte sich der Gebrauchtwagenmarkt etwas schwächer (Minus 2,7 Prozent). Im ersten Quartal des Jahres 2019 wurden insgesamt 1.782.610 Gebrauchtwagen gehandelt, das ist nahezu exakt der Wert des Vorjahresquartals (Plus 0,1 Prozent über dem Vorjahr).

Aktuell wird neben dem Diesel auch viel über Elektromobilität gesprochen. Interessant hierbei ist der Steuervorteil für Dienstwagenfahrer und wie deren Neuwagen später auf dem Gebrauchtwagenmarkt angenommen werden. In diesem Zusammenhang relevant ist, dass die festgelegten 0,5 Prozent Steuervorteil für Elektrofahrzeuge auch bei Entfernungskilometern gelten: Bei einer durchschnittlichen Wegstrecke von 33 km zum Arbeitsort führt das zu einer Berechnung von 33 km x 0,03 Prozent des Listenpreises (als die zu versteuernde Pauschale für die Entfernung). Dies addiert man mit dem einen Prozent. Daraus ergeben sich 1,99 Prozent des Listenneupreises. Bei einem Fahrzeugneupreis von 50.000 Euro bedeutet dies eine zu versteuernde Summe von 995 Euro.

Mit der jetzt eingeführten 0,5-Prozent-Regelung reduziert sich dieser Betrag auf nur noch 497,50 Euro. Bei einem Steuersatz von ca. 50 Prozent auf jeden mehr verdienten Euro liegen die monatlichen Ersparnisse bei ca. 250 Euro, was im Jahr ca. 3.000 Euro macht. Das sind auf drei Jahre gesehen etwa 9.000 Euro Ersparnis. Somit werden etwa die Plug-in-Hybridfahrzeuge mit einer nach WLTP gemessenen elektrischen Reichweite von über 40 Kilometern oder einem CO2-Ausstoß von weniger als 50 g/km auf dem Neuwagenmarkt hochinteressant für eine Vielzahl an Dienstwagenberechtigten. Wir gehen davon aus, dass künftig diese Hybridfahrzeuge in höheren Stückzahlen auf dem Gebrauchtwagenmarkt landen werden. Für solche Gebrauchtwageninteressenten, die dann eine Möglichkeit haben, bei sich zu Hause den Pkw zu laden und nicht so hohe Laufleistungen pro Jahr erzeugen, werden dies sehr attraktive Gebrauchtwagen werden.

Wir gehen aktuell davon aus, dass sich eine Trendwende abzeichnen wird, bei der vor allem neue Plug-in-Fahrzeuge stärker als bisher in den Markt kommen und diese dann zeitversetzt auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt erscheinen werden. Dieses wird sicherlich auch die Benzinfahrzeuge mittelfristig unter Druck setzen, weil der Wettbewerb in allen Segmenten zunimmt.

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