Gebrauchtwagenmarkt im Januar 2019

Mit 601.128 Besitzumschreibungen im Januar liegt der GW-Markt gegenüber dem schwachen Dezember 27,7 Prozent deutlich im Plus, gegenüber dem Vorjahresmonat mit leichtem Plus von 0,4 Prozent.

Das Autojahr 2019 ist gestartet -  und hat, ohne zu euphorisch zu werden, im Januar ein paar positive Zeichen gesetzt: Wie es scheint, zieht der gewerbliche Markt wieder an, denn die Diesel-Neuzulassungen sind laut KBA angestiegen und erreichten 34,5 Prozent. Auch der Gebrauchtwagenmarkt startete mit einer Punktlandung ins neue Jahr: 601.128 Besitzumschreibungen sind gegenüber dem schwachen Dezember 27,7 Prozent mehr Einheiten und gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 0,4 Prozent.

Der Neuwagenmarkt konnte ebenfalls gut ins Jahr starten. Die 265.702 Neuzulassungen bedeutet einen leichten Rückgang zum Januar 2018 beträgt nur 1,4 Prozent. 66,8 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge entfielen auf gewerbliche, 33,1 auf private Halter.

Eine wichtige Erkenntnis, die wir aus dem DAT-Report gewonnen haben: Private Autokäufer brauchen den Handel weiterhin als wichtige Anlaufstelle während der Informationsphase. Dies gilt für Neu- und Gebrauchtwagenkäufer gleichermaßen, und die Bedeutung des Handels als Informationsquelle ist im Jahr 2018 sogar noch gestiegen. Dies mag mit den vielen unklaren Informationen rund um den Diesel zusammenhängen. Aus dem DAT Diesel-Barometer wurde zurückgemeldet, dass der Beratungsbedarf der Endverbraucher sehr hoch war.

Wichtig bleibt im neue Jahr die Reaktionsfähigkeit des Handels: Denn sobald der Fahrzeugkauf konkreter wurde, standen beim Gebrauchtwagenkäufer nur 1,2 unterschiedliche Modelle in der engeren Auswahl. Konkret heißt das: Autokäufer sind kurz vor dem Kaufentscheid bereits sehr fokussiert auf ihr Wunschmodell. Hier gilt es für den Handel, schnell und professionell die Leads zu bearbeiten, um den Interessenten für sich zu gewinnen. Immerhin haben 23 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer während der Internetrecherche den Händler gewechselt.

Aufmerksam muss man als Händler auch immer sein, wenn Fahrzeuge der eigenen Marke angefragt werden. Denn: Wer beim Markenhändler einen Gebrauchtwagen kauft, kauft kaum Fremdmarken. Nur sieben Prozent betrug der Fremdmarkenanteil 2018 – oder umgekehrt: 93 Prozent haben einen Gebrauchtwagen einer Marke erworben, für die der Händler auch einen Neuwagenvertrag hat. Kurios daran ist: Im Vorfeld gaben 58 Prozent zu Protokoll, es sei ihnen egal, welche Marke der Händler vertritt. Daran sieht man die Diskrepanz zwischen Kundeneinschätzung und Kundenhandeln.  Umso wichtiger ist es, jeden Kunden mit seinen Mobilitätsbedürfnissen ernst zu nehmen.

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