Gebrauchtwagenmarkt im August 2019

Die Anzahl der Besitzumschreibungen im August war gegenüber Juli mit Minus 8,2 Prozent stark rückläufig.

Die Anzahl der Besitzumschreibungen im August war gegenüber dem Vormonat Juli mit Minus 8,2 Prozent stark rückläufig. Insgesamt wechselten 606.189 Gebrauchtwagen den Besitzer. Gegenüber dem August vor einem Jahr bedeutet das 4,3 Prozent weniger Besitzumschreibungen. Addiert man sämtliche Gebrauchtwagenverkäufe der Monate Januar bis August, so kommt der Markt auf 4.879.149 Einheiten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind dies 0,3 Prozent weniger.

Ein ausschlaggebender Faktor beim Gebrauchtwagenkauf ist die Garantie. Plattformen wie HeyCar werben aktiv mit diesem Leistungsversprechen, denn die Garantie ist das klassische Differenzierungsmerkmal des Handels vom Privatmarkt. In Zahlen bedeutet dies: 7 Prozent der Gebrauchtwagen auf dem Privatmarkt und 88 Prozent der beim Handel erworbenen Gebrauchtfahrzeuge verfügten 2018 über eine Garantie.

Betrachtet man diese nach Alter und Kilometerstand, so fällt auf, dass die bis zu drei Jahre alten Fahrzeuge zu 77 Prozent mit einer Garantie verkauft wurden, die drei bis sechs Jahre alten Fahrzeuge nur noch zu 55 Prozent und die sechs Jahre und älteren Pkw nur noch zu 29 Prozent. In ähnlicher Form gilt das für die unterschiedlichen Laufleistungsklassen.

Im Rahmen der Hersteller- und Importeursprogramme sind Garantieversprechen i.d.R. standardmäßig dabei. Umso wichtiger ist es, dieses Leistungsmerkmal beim Kaufinteressenten aktiv anzusprechen. Immerhin steht das Bedürfnis, ein zuverlässiges Fahrzeug zu erwerben, ganz oben auf der Agenda der Autokäufer.

Um bestehenden Kunden ein spezielles Angebot zu machen, bietet es sich an, beim Garantieanbieter nach einer Garantieverlängerung oder einem Langzeitschutz zu fragen, um die Kunden womöglich sogar „ein Autoleben lang“ vor unerwarteten Kosten zu schützen.

Apropos Kosten: Auf die Frage „Wären Sie bereit, für einen mit einer Garantie ausgestatteten Gebrauchtwagen mehr zu bezahlen? Wenn ja, wie viel?“ gaben diejenigen, die dieser Aussage zustimmten (25%), eine Summe von durchschnittlich 245 Euro zu Protokoll.

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