Diesel-Barometer März 2019

DAT Diesel-Barometer zeigt Situation im Pkw-Markt und -Bestand


► Pkw-Markt liegt über Vorjahr, neue Diesel legen zu
► Pkw-Bestand im 25-Jahres-Vergleich zeigt starken Zuwachs des Diesels
► Zum 1.1.2019 haben Diesel-Pkw im Bestand erstmals leicht abgenommen 
► Pkw-Bestand wird mit steigendem Anteil moderner Fahrzeuge immer sauberer
► Große Unterschiede zwischen Bestand privater und gewerblicher Nutzer
► Weiterhin hohe Standtage, Wertverlauf auf stabilem Niveau

 

Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) hat für ihre monatliche Publikation „DAT Diesel-Barometer®“ die aktuellen Bestands- und Zulassungszahlen ausgewertet. Demnach hat sich der Automarkt in den ersten beiden Monaten des Jahres saisonüblich entwickelt. Ungeachtet der Diesel-Diskussion sind die Diesel-Neuzulassungen zu Lasten der Benziner leicht gestiegen. Zugleich haben die Diesel-Besitzumschreibungen etwas nachgegeben. Im Bestand ging der Anteil der Diesel-Pkw zum Stichtag 1.1.2019 im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent zurück. Doch im Langzeitvergleich zeigt sich, dass der Dieselanteil im Bestand vor 25 Jahren bei 14 Prozent lag und sich bis heute mit einem Anteil von 32 Prozent mehr als verdoppelt hat. Auch der deutsche Automarkt ist zu gut einem Drittel vom Diesel-Pkw geprägt.

Hier die Ergebnisse im Überblick:

  1. Pkw-Markt entwickelt sich saisontypisch: Im Februar hat sich der Automarkt in Deutschland in der üblichen Form mit einem Rückgang gegenüber dem Januar entwickelt. Der Gesamtmarkt liegt allerdings etwas über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorjahresmonat haben die Neuzulassungen der Diesel leicht zu- und die der Benziner leicht abgenommen. Bei den Besitzumschreibungen war es genau umgekehrt. Die gebrauchten Benziner haben im Vergleich mit dem Vorjahresmonat leicht zugelegt und die Diesel bei den Besitzumschreibungen abgenommen.
     
  2. Pkw-Bestand im 25-Jahres-Vergleich: Mitte 1995 waren in Deutschland 40.404.294 Pkw zugelassen. Davon waren 86 Prozent Benziner und nur 14 Prozent Diesel. Zum 1.1.2019 war der Bestand um 16,56 Prozent auf 47.095.784 Pkw angewachsen. Davon waren 66 Prozent Benziner, 32 Prozent Diesel, und 2 Prozent waren mit alternativen Antrieben ausgestattet.
     
  3. Zum 1.1.2019 hat der Diesel-Pkw-Bestand gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen: Ein Vergleich der Bestandszahlen der vergangenen fünf Jahre nach Antriebsarten zeigt eine spannende Entwicklung. So stieg die Anzahl der Diesel-Pkw bis 1.1.2018 mit 15,225 Mio. Stück auf ein Allzeithoch. Zum 1.1.2019 sank der Bestand der Pkw-Diesel um 71.932 Fahrzeuge auf 15,153 Mio. Stück.
     
  4. Pkw-Bestand wird immer sauberer: Während der vergangenen Jahre ist der Pkw-Bestand in Deutschland deutlich sauberer geworden, wie ein Vergleich der Bestandszahlen verdeutlicht. Waren zum Beispiel am 1.1.2015 noch fast 14 Mio. Euro-1- bis Euro-3-Pkw zugelassen, so hat sich diese Anzahl bis zum 1.1.2019 auf 8,6 Mio. deutlich reduziert. Zeitgleich hat sich die Anzahl der Euro-6-Fahrzeuge von gut einer Mio. Pkw am 1.1.2015 auf fast 12,4 Mio. Pkw am 1.1.2019 erhöht.
     
  5. Große Unterschiede zwischen privaten und gewerblichen Nutzern: Elf von 100 Pkw in Deutschland sind auf gewerbliche Halter zugelassen. Demnach sind 89 Prozent aller Pkw auf private Halter zugelassen. Die beiden Haltergruppen könnten unterschiedlicher kaum sein. So nutzen die gewerblichen Halter ihre Fahrzeuge im Durchschnitt nur drei Jahre, wählen zu 35 Prozent Benziner und zu 61 Prozent Diesel. Dazu kommen bei den gewerblichen Nutzern 4 Prozent Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Bei den privaten Haltern sieht es völlig anders aus. So nutzen private Halter ihr Fahrzeug im Durchschnitt 7 Jahre, fahren zu 69 Prozent Benziner und nur zu 29 Prozent Diesel. Nur 2 Prozent der Pkw privater Halter sind mit alternativen Antrieben ausgestattet.
     
  6. Standtage auf Vorjahresniveau: Die Standtage von Gebrauchtwagen liegen mit 101 Tagen bei Diesel- und 89 Tagen bei den Benzin-Pkw weiterhin sehr hoch. Gegenüber dem Vorjahresmonat haben sich die Standtage kaum verändert.
     
  7. Restwerte entwickeln sich auf niedrigem Niveau weiter: Für den Vergleich der Restwerte beobachtet die DAT dreijährige Fahrzeuge aller Segmente. Jeweils zum Jahreswechsel werden diese Fahrzeuge um neue dreijährige Fahrzeuge ausgewechselt. Die Werte entwickeln sich bundesweit derzeit normal, wobei sich Diesel-Pkw im Februar bei einem Wert von 52,9 Prozent bis zu fünf Prozentpunkte unter denen der Benzin-Pkw (57,4 Prozent) eingependelt haben. Außerdem kann es regional und je nach Fabrikat zu starken Preisschwankungen kommen.
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