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Kommentar zum Gebrauchtwagenmarkt im Februar 2017

Dieseldebatte führt zu Spekulationen

Kommentar zum Gebrauchtwagenmarkt im Februar 2017

Der Gebrauchtwagenmarkt im Februar ist im Vergleich zum Februar 2016 um 4,9 Prozent rückläufig und erbrachte laut KBA 564.148 Einheiten. Gegenüber dem Vormonat Januar 2017 waren dies 0,4 Prozent weniger Verkäufe. Insgesamt wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres 2017 1.130.562 Gebrauchtwagen in Deutschland verkauft. Das sind 1,1 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der GW-Markt steht damit zu Jahresbeginn in einer Art Warteposition.

Dies wird durch ein aktuell beherrschendes Thema im Automobilmarkt weiter beeinflusst: Die geplanten Fahrverbote in Stuttgart, die sich womöglich auf weitere Großstädte ausweiten könnten. Dabei werden oft viele verschiedene Sachverhalte in einen Topf geworfen, und es dominieren gefühlte Wahrheiten die Diskussion. Obwohl noch nicht einmal klar ist, ob ein Fahrverbot juristisch Bestand haben wird und wie es in der Realität umgesetzt und kontrolliert werden soll, werden bereits Zahlen von Wertminderungen geäußert, die gar nicht Realität sind. Die zum Teil emotional geführte Debatte könnte jedoch im Sinne einer „self-fulfilling prophecy“ ihren Teil zu einem möglichen Sinken der Dieselfahrzeugwerte beitragen.

Wir bei der DAT können uns indes nur an die Fakten halten, die dadurch entstehen, dass Geschäfte auf dem Automobilmarkt realisiert werden – diese Fakten werden dann ohne Zweifel auch von der aktuellen Diskussion, in der vorschnell nicht haltbare Zahlen in Umlauf gebracht wurden, beeinflusst sein.

Wie wird der Handel damit umgehen? Unsere Erfahrung zeigt: Bevor er mit niedrigen Preisen auf eine gesunkene Nachfrage reagiert, lässt er es zunächst auf eine höhere Anzahl von Standtagen ankommen. Dies könnte eine Strategie sein, um ein mögliches Abkühlen der Dieseldebatte abzuwarten. Deren Entwicklung verfolgt die DAT genau. Doch erst wenn genügend valide Daten durch real durchgeführte Geschäfte vorliegen, können seriöse Aussagen zu etwaigen Wertverlusten getroffen werden. An den bisherigen Spekulationen beteiligt sich die DAT nicht. Denn entsprechende Maßnahmen in der Vergangenheit haben gezeigt, dass Art und Umfang der Auswirkungen, insbesondere auf die Werte der betroffenen Fahrzeuge, quasi nicht vorhersehbar sind. Es muss nicht zwangsläufig zu einem dramatischen Wertverfall kommen.

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