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Gebrauchtwagenmarkt im September

Benzin sticht Diesel aus

Gebrauchtwagenmarkt im September

Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt stagniert. Mit insgesamt 587.702 Besitzumschreibungen war hierzulande der September 2017 kein guter Monat für den Automobilhandel. Die vom KBA gezählten Einheiten bedeuten einen Rückgang von 7,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die richtig fetten Monate sind in diesem Jahr vorbei, und so kommt der GW-Markt seit Jahresbeginn auf insgesamt 5.553.590 verkaufte Einheiten. Das sind 1,4 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Gesamtwirtschaftlich und im Langzeittrend betrachtet ist das keine Katastrophe, und mitnichten erweckt das den Eindruck, die Endverbraucher würden sich nicht mehr für den Autokauf interessieren. Die Situation spiegelt nur (leider) genau das wider, was sich auch in den Erhebungen für das DAT Diesel-Barometer zeigt: Die gewachsene Verunsicherung der Autokäufer seit der Ankündigung von möglichen Fahrverboten im Februar 2017 geht einher mit hohen Standtagen für Diesel-Pkw (im Schnitt 101 Tage), mit gestiegenen B2B-Verkäufen (mittlerweile 45 % aller Händler nutzen verstärkt diese Kanäle für ihre Diesel-Pkw) und leider auch mit etwas gesunkenen EK- und VK-Preisen.

Bei durchschnittlichen Standkosten von 26 Euro pro Tag und einem Delta von 21 Tagen zwischen Benzinern und Dieseln bei den Standtagen muss jeder Händler extrem genau seine freien Ankäufe und Inzahlungnahmen bewerten, um nicht mit den Dieseln von Beginn an in ein Risiko zu fallen. Wesentlich problematischer hierbei sind allerdings die Leasing- und Finanzierungsrückläufer, deren Risiken zunächst der Handel tragen muss und die sich hierzulande nur noch sehr schwer zu den damals prognostizierten Restwerten vermarkten lassen. Aber auch hier muss man differenzieren zwischen einem gut gängigen SUV und einem oberen Mittelklassefahrzeug mit hoher Laufleistung.

Ein positiver Aspekt ist allerdings: Die Menschen haben weiterhin einen hohen Bedarf an individueller Mobilität, sie kaufen deutlich mehr Benziner, was deren Werte stabilisiert und auch für dringend benötigte Erträge beim Handel sorgt. Auch die Umweltprämien beleben je nach Fabrikat das Geschäft, allerdings mit dem etwas bitteren Beigeschmack der Kannibalisierung bei jungen Gebrauchten mit sofort verfügbaren Neuwagen. Das wird sich auf die GW-Verkaufspreise negativ auswirken. Was aus den Reihen der Politik kommt, bleibt abzuwarten. Solange sich keine Regierung findet, bleiben auch die notwendigen Impulse aus Berlin aus.

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Gebrauchtwagenmarkt im November Entgegen der landläufig herrschenden Meinung, es würden kaum noch Autos bzw. kaum noch Diesel verkauft, sehen die „nackten“ Zahlen ganz anders aus.