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Gebrauchtwagenmarkt im Oktober 2017

Die Kaufzurückhaltung von rund einem Viertel aller Autokäufer macht sich in den Oktober-Zahlen deutlich bemerkbar.

Gebrauchtwagenmarkt im Oktober 2017

 

Die aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes zeigen: Der Gebrauchtwagenmarkt lag im Oktober zwar leicht im Plus gegenüber dem Vormonat September, im Vergleich zum Vorjahresmonat und auch kumuliert konnte der Markt bislang nicht an das starke Vorjahr anknüpfen. Konkret bedeutet dies 593.526 Besitzumschreibungen im Oktober 2017, das sind ein Prozent mehr als im September 2017, aber auch knapp 1 Prozent (0,9 Prozent) weniger als im Vorjahr. Betrachtet man den Markt kumuliert von Januar bis Oktober so erreichte der Gebrauchtwagenmarkt 6.147.116 Einheiten, auch das ein leicht es Minus zum Vorjahr von 1,3 Prozent. Kein goldener Oktober also in diesem Jahr.

Der Rückgang liegt unseres Erachtens vor allem darin begründet, dass bei den Endverbrauchern weiterhin eine hohe Verunsicherung herrscht, wie es mit dem Diesel und den Fahrverboten weitergeht. Die Kaufzurückhaltung von rund einem Viertel aller Autokäufer macht sich in diesen Zahlen deutlich bemerkbar und sie werden auch nur bedingt durch die von der Herstellern ins Leben gerufenen Umweltprämien ausgeglichen. Autokäufe werden so lange hinausgeschoben, bis von Seiten der Politik die Rahmenbedingungen klar sind. Übrigens: Wären die Fahrverbote vom Tisch, würden nicht wie aktuell nur 14 Prozent einen Diesel-Pkw kaufen, sondern 33 Prozent. Das ist eines der neuen Ergebnisse unseres aktuellen Diesel-Barometers.

Aus den weiteren Zahlen unserer Endverbraucher-Studie wissen wir, dass sich ebenfalls ein Viertel aller befragten Diesel-Fahrer möglichst schnell von ihrem Fahrzeug trennen möchte. Diese Fahrzeuge werden allerdings dem Markt nicht mehr in der gewohnten Geschwindigkeit zugeführt, sondern werden entweder im Rahmen der Umweltprämien der Hersteller verschrottet oder stehen knapp 100 Tage und damit deutlich länger als im Vorjahr.

Wohin steuert also der Gebrauchtwagenmarkt? Derzeit beobachten wir im Durchschnitt über alle Marken und Segmente ein leichtes Ansteigen der Werte für gebrauchte Benziner und ein weiteres Absinken der Diesel-Werte. Der 22. Februar 2018 scheint sich als nächste Zäsur in der aktuellen Debatte abzuzeichnen, denn dann wird voraussichtlich geklärt, ob Fahrverbote auf Basis der geltenden Rechtslage überhaupt möglich sind. Vielleicht hat bis dahin auch die neue Regierung einen Verkehrsminister, der sich mit dem nötigen Weitblick und der gebotenen Sachlichkeit um die Belange der Autohändler, Autofahrer und Autoindustrie kümmert. 

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