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Gebrauchtwagenmarkt im Juni

Halbjahresbilanz unter dem Einfluss des Diesels

Gebrauchtwagenmarkt im Juni

Der Gebrauchtwagenmarkt verabschiedet sich mit leicht negativen Vorzeichen ins zweite Halbjahr. Im Juni wechselten laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 629.195 Pkw den Besitzer, das waren 1,6 Prozent weniger als im Mai und 4,4 Prozent weniger als im Juni 2016. Insgesamt wurden demnach 3.713.119 Einheiten auf dem Gebrauchtwagenmarkt verkauft – auch das mit -0,8 Prozent etwas weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Von außen betrachtet, ist das kein außergewöhnlicher Verlauf, aber beim fokussierten Blick auf die aktuellen Diskussionen rund um Fahrverbote und den Diesel sehen wir die Gesamtsituation als angespannt. In unserem DAT Diesel-Barometer werden zwei Entwicklung sehr deutlich: Die Verunsicherung der Verbraucher, die kurz vor einem Autokauf stehen, ist nicht weniger geworden, sondern wird durch Äußerungen wie jüngst durch den ADAC weiter angeheizt. Fakt ist: Von den Dieselfahrern spielt aktuell gut ein Viertel mit dem Gedanken, diesen schnellstmöglich zu verkaufen, im April bei der letzten Befragung waren es noch etwa 20 Prozent.

Damit hängt zusammen, dass aus Verbrauchersicht die Bedeutung des Diesels als Antriebsform weiter abnimmt. 64 Prozent sehen das so, der Handel zu 58 Prozent, und die Herausforderungen beim Handel werden nicht weniger: Bei den Fahrzeugwerten driften die Diesel- und Benzin-Pkw-Werte etwas stärker auseinander. Die Standzeiten gehen hoch, die Margen runter und der Beratungsbedarf im Kundengespräch wächst. Einige Händler inserieren mittlerweile ihre gebrauchten Euro-6-Diesel-Pkw mit einer „blauen Plakette“, um so den Kunden zu zeigen, dass hier keine Gefahr besteht. Der durchschnittliche Diesel-Gebrauchtwagen steht zwei Wochen länger als ein vergleichbarer Benziner, und bei 24 Euro pro Pkw und Tag drückt das auf die Erträge.

Ist also alles schlecht? Nein, alles nicht. Es ist regional und segmentbezogen sehr unterschiedlich, was derzeit im Handel passiert. Die Händler unseres Experten-Arbeitskreises Diesel berichten uns das regelmäßig. Aber: Es fehlt insgesamt an Klarheit seitens der Politik zu Fahrverboten, Klarheit seitens der Industrie zu Nachrüstmöglichkeiten, und es fehlt ein klares Bekenntnis zur Zukunft des Diesels.

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