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Gebrauchtwagenmarkt im Juli

Hoffen auf Klarheit nach dem Diesel-Gipfel

Gebrauchtwagenmarkt im Juli

Die Diskussion rund um den Diesel hat auch im Juli die Autobranche bewegt. Im Neuwagenmarkt wurden nach Informationen des KBA weniger Diesel zugelassen, der Anteil liegt bei 40,5 Prozent, Benziner kommen auf 56 Prozent. Für den Gebrauchtwagenmarkt lagen die Zahlen der Benziner und Diesel bei Redaktionsschluss noch nicht vor, aber insgesamt wechselten 617.209 Pkw den Besitzer. Das sind 1,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 1,9 Prozent weniger als noch im Juni. Kumuliert erreicht der Gebrauchtwagenmarkt somit von Januar bis Juli 4.330.328 Einheiten. Das ist ein halbes Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Problematisch für den Handel sind die Standzeiten der Diesel-Pkw. Aktuell stehen Diesel 95 Tage, Benziner 79. Ein Viertel aller Autokaufplaner zögert, weil die weitere Entwicklung beim Diesel noch unklar ist. Die Mehrheit tätigt aber ihren geplanten Autokauf, und aus dem DAT-Report wissen wir, dass eine neue familiäre Situation, hohe Reparaturkosten, aber auch ein Spontankauf oder die Lust auf ein neues Automobil weiterhin für Besitzumschreibungen sorgen. Die Bundesrepublik besteht nicht nur aus Großstädten, und es gibt nach wie vor Regionen, in denen auch gebrauchte Diesel-Pkw gefragt sind.

Der Markt zeigt sich demnach weiterhin relativ stabil, und mit den Ergebnissen des sogenannten Diesel-Gipfels am 2. August ist eine erste politische Entscheidung getroffen worden. Wir hoffen, dass sich die Hersteller und Importeure gemeinsam mit der Politik auf weitere Maßnahmen einigen, die die Verunsicherung der Verbraucher nachhaltig beseitigt. Gemessen an der der Heftigkeit der negativen Schlagzeilen der vergangenen 22 Monate hat sich insbesondere der Automobilhandel als außerordentlich belastbar erwiesen. 88 Prozent der Händler investieren mehr Zeit bei der Beratung und müssen zudem Strategien für ihr Sortiment festlegen. Die Nachfrage nach alternativen Antrieben geht nicht durch die Decke, denn es ist ohnehin fraglich, ob und wann Elektrofahrzeuge überhaupt eine Alternative oder nur eine Ergänzung zum Verbrennungsmotor sind. Auch bei diesem Thema gibt es mehr offene Fragen als Antworten.

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