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Schnellere Hilfe mit dem digitalen Rettungsdatenblatt

Gemeinsame Pressemitteilung von VDA, VDIK, ADAC, DAT und BMVBS

Schnellere Hilfe mit dem digitalen Rettungsdatenblatt

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG


von Bundesministerium f√ľr Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS),
Verband der Automobilindustrie (VDA),
Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK),
ADAC,
Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT)


Start am 1. Februar 2013: VDA, VDIK und ADAC stellen Bundesverkehrsminister Ramsauer neue Rettungs-Software vor

Schnellere Hilfe mit dem digitalen Rettungsdatenblatt

Berlin/Bad Homburg/M√ľnchen/Ostfildern, 31. Januar 2013.         Feuerwehren und Rettungskr√§fte k√∂nnen bei Unf√§llen im Stra√üenverkehr k√ľnftig noch schneller und gezielter helfen. Alle erforderlichen Datenbl√§tter mit Informationen zur Rettung von Personen aus Unfallwagen sind ab sofort bei den Rettungsleitstellen in elektronischer Form verf√ľgbar. Die digitalen Rettungsdatenbl√§tter enthalten sicherheitsrelevante Hinweise zu sensiblen Bauteilen wie Tanks, Batterien oder Airbags. Der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der ADAC haben Bundesverkehrsminister Dr. Peter Raumsauer eine entsprechende Software-L√∂sung vorgestellt, mit der Rettungskr√§fte das passende Rettungsdatenblatt f√ľr nahezu jedes Pkw-Modell anfordern k√∂nnen.

F√ľr die Abfrage der fahrzeugbezogenen Informationen anhand des Kennzeichens direkt aus der Datenbank des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hatte Bundesverkehrsminister Ramsauer die rechtlichen Grundlagen geschaffen. Sie treten am 1. Februar 2013 in Kraft.

Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister f√ľr Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: ‚ÄěWenn es zum Unfall kommt, z√§hlt jede Minute. Die Rettungskr√§fte brauchen so schnell wie m√∂glich alle wichtigen Informationen, um die Insassen sicher aus ihrem Fahrzeug zu befreien. Ich habe daf√ľr die Fahrzeug-Zulassungsverordnung so √§ndern lassen, dass die Rettungsleitstellen beim KBA die notwendigen Daten zur Identifizierung des Fahrzeuges abfragen k√∂nnen. Durch den direkten Draht nach Flensburg verhindern wir lebensgef√§hrliche Verz√∂gerungen. Das digitale Rettungsdatenblatt ist ein gro√üer Schritt, um am Unfallort schneller und gezielter helfen zu k√∂nnen ‚Äď und damit ein gro√üer Schritt f√ľr mehr Sicherheit im Stra√üenverkehr.‚Äú

Die Deutsche Automobil-Treuhand (DAT) hat die Software ‚ÄěSilverDAT FRS‚Äú im Auftrag der Verb√§nde VDA und VDIK sowie des ADAC programmiert. Die Abfrage dauert nur wenige Sekunden: Die Feuerwehr gibt per Funk das Kennzeichen eines Unfallwagens an die Rettungsleitstelle durch. Dort wird das Kennzeichen in die Bedienoberfl√§che der Software eingegeben, die nun eine Verbindung zur DAT-Datenbank herstellt. Der DAT-Server ruft beim KBA das polizeiliche Kennzeichen des Fahrzeugs ab und erh√§lt automatisch die Information, um welches Fahrzeugmodell es sich handelt. Die DAT-Software kann aus √ľber 1.100 verschiedenen Fahrzeugmodellen unterschiedlichster Hersteller und Baujahre das passende Rettungsdatenblatt zuordnen und auf den Monitoren der Rettungsleitstelle anzeigen. Diese schickt das Rettungsdatenblatt auf ein mobiles Endger√§t der Feuerwehr ‚Äď etwa einen Laptop oder einen Tablet-PC.

VDA-Pr√§sident Matthias Wissmann betonte: ‚ÄěDie neue Rettungsdatenblatt-Software ist ab sofort verf√ľgbar. Jetzt kommt es darauf an, dass die Rettungsleitstellen in Deutschland die Software bestellen und installieren. Die Automobilindustrie stellt hoch-innovative Technologie zur Verf√ľgung, die Bereitstellung der exakt passenden Rettungsdatenbl√§tter f√ľr jedes Auto ist nun √ľberzeugend gel√∂st. Das neue System beweist auch: Die Automobilindustrie ist f√ľhrend bei der stetigen Verbesserung der Stra√üenverkehrssicherheit. Dies gilt f√ľr die aktiven und passiven Sicherheitssysteme im Fahrzeug. Das neue Rettungsdatenblatt ist zudem ein entscheidender Beitrag zur Minderung von Unfallfolgen.‚Äú
ADAC-Pr√§sident Peter Meyer verwies auf die Bedeutung der Rettungskarte f√ľr die Mitglieder des gr√∂√üten europ√§ischen Automobilclubs: ‚ÄěMit der digitalen Rettungskarte als Weiterentwicklung der erfolgreichen Papierversion gehen wir gemeinsam einen gro√üen Schritt in die richtige Richtung. K√ľnftig lassen sich alle erforderlichen Informationen elektronisch direkt an die Unfallstelle √ľbermitteln und so eventuell entscheidende Augenblicke bei der Rettung von Unfallopfern gewinnen."

VDIK-Gesch√§ftsf√ľhrer Dr. Thomas Almeroth sagte: ‚ÄěDurch diese Initiative der Automobilhersteller, die gemeinsam das Projekt ins Leben gerufen und durch ihre Finanzierung jetzt auch den Online-Abruf der Rettungsdatenbl√§tter erm√∂glicht haben, ist ein wichtiger Schritt zur weiteren Reduzierung der Opfer bei Verkehrsunf√§llen umgesetzt worden. Selbstverst√§ndlich treiben die Automobilhersteller die Entwicklungen der aktiven und passiven Sicherheit ihrer Fahrzeuge deutlich voran.‚Äú

Erste Rettungsdatenbl√§tter gab es Mitte der 1990er Jahre. Seit 2008 bieten die Fahrzeughersteller in Deutschland standardisierte Rettungsdatenbl√§tter modellspezifisch als Download an. Das Rettungsdatenblatt stellt den Rettungskr√§ften an der Einsatzstelle fahrzeugspezifische Informationen f√ľr die Personenrettung zur Verf√ľgung. Grafisch dargestellt werden neben Tanks, Batterien und Airbags auch weitere Bauteile wie Gurtstraffer, Strukturversteifungen und Hochvoltbauteile elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Das neue System wurde auch in Zusammenarbeit mit dem ADAC entwickelt.

Weitere Informationen zur neuen Software sind im Internet auf www.dat.de abrufbar.


Ansprechpartner:

Eckehart Rotter
VDA - Leiter Abteilung Presse
Tel.: 030.897842-120
E-Mail: rotter@vda.de
            
Dr. Christian Buric
ADAC - Externe Unternehmenskommunikation
Tel.: 089.7676-2052
E-Mail: christian.buric@adac.de

Thomas Böhm
VDIK - Leiter Abteilung Presse
Tel.: 06172.9875-35
E-Mail: boehm@vdik.de
            
Dr. Sebastian Rudolph
BMVBS - Leiter Kommunikation
Tel.: 030.18300-2040
E-Mail: presse@bmvbs.bund.de

Dr. Martin Endlein
DAT - Leiter Unternehmenskommunikation
Tel.: 0711.4503-488
E-Mail: martin.endlein@dat.de

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